Winterreifen Ende Oktober: Diese Fehler kosten richtig Geld
Autor: Christoph Eberle
Bamberg, Montag, 26. Oktober 2026
Der Wechsel auf Winterreifen sollte nicht zu spät erfolgen. Welche Kosten und Risiken drohen, wenn im Herbst noch Sommerreifen montiert sind.
Heute wurden die Uhren auf Winterzeit gestellt, und es wird abends früher dunkel. Genau jetzt stellt sich für viele Autofahrer die Frage: Sind die Winterreifen noch zu früh oder schon zu spät? Die Faustregel „Oktober bis Ostern“ ist bekannt, doch wer jetzt noch wartet, sollte wissen, wann das teuer werden kann und wann ein früher Wechsel die bessere Wahl ist.
Schnee ist beispielsweise in Bamberg - Stand 25. Oktober - noch nicht in Sicht. Der Wetterbericht sagt für die kommenden Tage zwar keinen "goldenen Oktober" mehr voraus, aber immerhin Tageshöchsttemperaturen von bis zu 15 Grad. Nachts soll das Thermometer auf bis zu 4 Grad fallen. Ist das tagsüber noch zu warm für Winterreifen und erhöht es den Verschleiß? Oder sind Winterreifen bei unter 5 Grad die bessere Wahl?
Wer jetzt noch wartet, sollte wissen, wann das teuer werden kann – und wann ein früher Wechsel die bessere Wahl ist.
Bußgeld ohne Winterreifen: 60 Euro und ein Punkt
- Das Bußgeld: „Ganz grundsätzlich gilt: Wer ohne Winterreifen bei Schnee, Eis oder Glätte fährt, muss 60 Euro zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg“, so der ADAC. Der Wechsel selbst kostet meist deutlich weniger als dieser Verstoß. Wird der Verkehr durch die falschen Reifen gefährdet werden laut HUK Coburg sogar 80 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig.
- Der Unfall: Die Assistenzsysteme moderner Autos helfen laut ADAC nicht, wenn die Verbindung zur Fahrbahn abreißt. Gerade auf Strecken im Wald oder auf Brücken könne es schon bei Nachttemperaturen von drei bis fünf Grad glatt werden. Ein Schaden am eigenen Auto oder an Dritten kann dann schnell weit über den Preis eines Reifenwechsels hinausgehen.
- Eine beliebte Fehleinschätzung: Selbst im Sommerurlaub kann man von Schnee überrascht werden, wie sich Mitte September 2024 in Österreich zeigte. Wer dann mit Sommerreifen unterwegs ist, hat wenig Spielraum.
Manche Autofahrer lassen ihre Winterreifen im Frühjahr gleich drauf doch das ist nicht unbedingt die beste Idee.
Wie viel kostet der Reifenwechsel in der Werkstatt?
Pauschal kann kein Preis für einen Reifenwechsel oder einen Radwechsel festgelegt werden, heißt es beispielsweise beim Bosch Car Service. Es könne aber in der Regel mit 8 Euro bis 20 Euro pro Rad gerechnet werden - also 32 bis 80 Euro.
Abhängig sind die Kosten beispielsweise von der Reifengröße und ob zusätzliche Arbeiten wie Wuchten oder das Anlernen der Reifendruck-Kontrollsystem-Sensoren fällig sind. Viele Reifenhändler oder Werkstätten bieten gegen Aufpreis zudem eine Reifeneinlagerung an. Der ADAC berichtet von Rechnungen, die insgesamt dann auch schon mal die 100 Euro Marke übersteigen können.