Vorsorge im Todesfall: Was kostet ein Testament?
Autor: Elisabeth von Sydow
Deutschland, Mittwoch, 18. März 2026
Die Beglaubigung des Testaments durch den Notar bietet Vorteile. Doch oft ist nicht ganz klar, welche Kosten für ein Testament beim Notar auf dich zukommen.
Ein Testament beim Notar sorgt für rechtliche Klarheit und verhindert spätere Streitigkeiten unter Erben. Doch viele fragen sich, mit welchen Testamentskosten sie beim Notar rechnen müssen und welche Schritte notwendig sind, um ein solches Testament zu errichten und sicher zu hinterlegen. Ein Testament beim Notar kostet zwar eine Gebühr, besonders bei größerem Vermögen oder komplizierten Familienverhältnissen ist die fachkundige Unterstützung durch den Notar aber die sinnvollste Lösung.
Wie läuft die Erstellung eines Testaments beim Notar ab?
Ein Testament beim Notar zu erstellen, ist in der Regel unkompliziert, erfordert aber einige Vorüberlegungen. Du solltest dir zunächst überlegen, wer erben soll, ob bestimmte Vermögenswerte (Immobilien, Ersparnisse, Wertgegenstände) bestimmten Personen oder Organisationen zugewiesen werden sollen und wer gegebenenfalls als Testamentsvollstrecker eingesetzt wird. Tipp: Eine Liste deines Vermögens hilft dem Notar, die Situation schnell zu erfassen und die Gebühren korrekt zu berechnen.
Bei der notariellen Testamentsberatung geht der Notar deine persönlichen Wünsche Schritt für Schritt mit dir durch. Er prüft rechtliche Fragen, zum Beispiel zur gesetzlichen Erbfolge, zu Pflichtteilsansprüchen oder zu gemeinsamen Testamenten von Ehe- oder Lebenspartnern. Auf dieser Grundlage entwirft er den Text des Testaments so, dass er rechtlich eindeutig, vollständig und formulierungssicher ist. Du erhältst den Entwurf zur Durchsicht und kannst Änderungen oder Ergänzungen vornehmen, bevor das Dokument verbindlich erworben wird.
Nach der inhaltlichen Abstimmung liest der Notar den vollständigen Text laut vor, damit du alle Passagen noch einmal überprüfen kannst. Danach unterzeichnest du das Testament persönlich und der Notar beurkundet es mit seiner Unterschrift und dem Amtssiegel. Erst durch diese öffentliche notarielle Beurkundung wird das Testament rechtsgültig und erhält volle Beweiskraft.
Wie teuer ist ein Testament beim Notar?
Die Kosten richten sich nach dem Vermögenswert, den du im Testament regelst, und sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt. Als grobe Orientierung gilt:
- Bei einem Vermögen von 50.000 Euro liegen die Notarkosten bei etwa 165 Euro.
- Bei 250.000 Euro Vermögenswert sind es rund 535 Euro.
- Bei höheren Werten steigt die Gebühr entsprechend an.
- Hinzu kommen kleinere Auslagen (z. B. Schreib- oder Portokosten) und, falls du das Testament beim Nachlass- bzw. Amtsgericht hinterlegen lässt, eine Hinterlegungsgebühr von derzeit 75 Euro.
Ein Kostenvoranschlag kann direkt beim Notar beantragt werden – so hat man vorab Transparenz über alle Gebühren.