Tankrabatt ab 1. Oktober: Wann werden Benzin und Diesel günstiger?
Autor: Redaktion
Deutschland, Dienstag, 29. Sept. 2026
Ab 1. Oktober sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Doch kommt der Tankrabatt sofort an der Zapfsäule an? Was Autofahrer zur möglichen Verzögerung wissen sollten.
Am Donnerstag, 1. Oktober, tritt der neue Tankrabatt in Kraft. Benzin und Diesel sollen dadurch günstiger werden. Ob Autofahrer die Entlastung sofort und vollständig an der Tankstelle merken, hängt jedoch auch von Lagerbeständen und den Preisentscheidungen der Mineralölkonzerne ab.
Nach den zuletzt stark gestiegenen Spritpreisen soll der Tankrabatt Autofahrer ab Oktober entlasten. Doch wie schnell wird die Steuersenkung an den Zapfsäulen sichtbar? Beim vergangenen Tankrabatt kamen die niedrigeren Preise teilweise verzögert und nicht vollständig bei den Kunden an. Dieses Mal könnte es schneller gehen – sicher ist das aber nicht.
Tankrabatt ab 1. Oktober: So stark soll die Energiesteuer sinken
Von 1. Oktober bis 31. Dezember soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 14 Cent je Liter sinken. Rechnet man die Mehrwertsteuer ein, ergibt sich laut Bundesregierung an der Zapfsäule eine rechnerische Entlastung von 17 Cent pro Liter.
Warum werden Benzin und Diesel nicht automatisch sofort billiger?
Der Grund liegt im Zeitpunkt der Besteuerung: Die Energiesteuer wird fällig, bevor der Kraftstoff an der Tankstelle verkauft wird. Herbert W. Rabl, Sprecher des Tankstellen-Interessenverbandes, erklärt: „zu dem Zeitpunkt besteuert, wenn der Tanklastzug von der Raffinerie auf die Straße fährt.“ Die Mehrwertsteuer wird dagegen erst beim Verkauf an den Kunden erhoben.
Das bedeutet: Kraftstoff, der bereits an eine Tankstelle geliefert und höher besteuert wurde, wird durch den neuen Rabatt nicht rückwirkend günstiger. „Theoretisch könnten also die Mineralölkonzerne am Donnerstag sagen, dass sie Sprit verkaufen, der noch unter der Tankstelle im Lager war und damit höher besteuert“, sagt Rabl.
Hinzu kommt, dass das Bundeskartellamt die Mineralölkonzerne nicht dazu verpflichten kann, die Entlastung vollständig an die Autofahrer weiterzugeben. Die Konzerne bestimmen die Preise an den meisten Tankstellen.
Beim letzten Tankrabatt sei die Entlastung nicht sofort und nicht in voller Höhe bei den Verbrauchern angekommen, sagt auch Bastian Hambalgo, Sprecher des ADAC Südbayern: „Die Umsetzung des letzten Tankrabatts hat leider gezeigt, dass dieser leicht verzögert und nicht in voller Höhe an die Endverbraucherinnen und Endverbraucher weitergegeben wurde.“