Steuergespräche in Berlin: Frühere Entlastungen für Firmen gefordert
Autor: Nadine Wüste, Agentur dpa
Berlin, Dienstag, 10. Februar 2026
Steuern für Unternehmen und Arbeitnehmer sind Thema intensiver Gespräche in Berlin. Die Regierung diskutiert darüber, wie Entlastungen zeitlich umgesetzt werden könnten.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) fordert weiterhin rasche Steuererleichterungen für Unternehmen und Arbeitnehmer. "Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, über das Vorziehen einer Senkung der Körperschaftsteuer zu sprechen, um Entlastungseffekte schneller als erst ab dem Jahr 2028 wirken zu lassen", sagte die CDU-Politikerin der Bild am Sonntag.
Die Bundesregierung beabsichtigt derzeit, die Körperschaftsteuer schrittweise ab 2028 zu reduzieren. Die Union plädiert jedoch schon seit geraumer Zeit dafür, diesen Schritt vorzuziehen, sofern es die finanzielle Lage von Bund und Ländern erlaubt.
Reiche will Steuern für Unternehmen reduzieren: "Faktor Arbeit so schnell es geht entlasten"
In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD zudem angekündigt, zur Mitte der Legislaturperiode die Einkommensteuer für niedrige und mittlere Einkommen zu senken.
Das wäre dann in der ersten Hälfte 2027. Doch auch das dürfte viele Milliarden kosten. Auf die Frage nach dem Zeitpunkt der Umsetzung einer Einkommensteuerreform erklärte Reiche: "Wir müssen den Faktor Arbeit so schnell es geht entlasten.
Wir verhandeln mit der SPD darüber, ob das vorgezogen werden kann. Je mehr Menschen arbeiten, je attraktiver Arbeit ist, desto höher ist die Produktivität in Deutschland, desto geringer ist die Last auf den sozialen Sicherungssystemen."