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Sparkasse setzt auf 3D Secure: Höhere Sicherheit bei Kreditkartenzahlung


Autor: Andrea Blatzky

Deutschland, Sonntag, 03. Mai 2026

Die Sparkasse ändert ihre Sicherheitsmethoden bei der Kreditkartenzahlung. Künftig ersetzt 3D Secure den ID-Check. Damit soll die Sicherheit bei Online-Zahlungen erhöht werden.
Mit dem 3D-Secure-Verfahren werden Kreditkarten-Transaktionen im Internet besser geschützt.


Damit sämtliche Transaktionen reibungslos verlaufen, werden die dafür benötigten Programme von der Sparkasse in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Momentan stellen die Banken nach und nach auf 3D Secure um. Was müssen Betroffene beim Wechsel beachten?

Was ist das 3D-Secure-Verfahren?

Ohne Kreditkarte ist der Einkauf im Internet mittlerweile fast undenkbar, da so der Bezahlvorgang innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen wird. Danach wird der Rechnungsbetrag normalerweise im Rahmen einer Sammelrechnung eingezogen. Möchtest du eine weitere sichere Alternative nutzen, müsstest du auf die Kreditkartenzahlung verzichten und eine andere Methode, etwa Lastschrift oder Vorkasse, wählen. Die klassische Rechnung mit einem späteren Zahlungsziel wird nur noch selten und überwiegend für Stammkunden angeboten.

Für den Kreditkartenservice haben die Banken einen speziellen Sicherheitsstandard eingerichtet, wobei der bisher verwendete ID-Check von der Sparkasse bald beendet wird. Bereits seit Januar 2026 können Nutzer die Daten neuer Kreditkarten darin nicht mehr hinterlegen. Die Bezahlung mit bereits registrierten Karten ist noch bis Ende des Jahres möglich. Ab 2027 können Kunden dann nur noch mit 3D Secure und der S-pushTAN-App bezahlen. Hierzu musst du zuerst die S-pushTAN-App auf deinem Handy installieren. Auch andere Geldinstitute wie Volks- oder Raiffeisenbanken bieten 3D Secure an, das als sicheres Verfahren gilt

Manche Sparkassen nehmen die Umstellung automatisch vor, bei anderen Geldinstituten müssen die Kundinnen und Kunden selbst tätig werden und die Authentifizierung der Kreditkarte aktivieren. Dies kannst du direkt im Online-Banking erledigen. Zunächst musst du die 3D-Secure-Erklärung bestätigen, anschließend bestimmst du entweder ein sicheres Einmalpasswort (OTP) oder einen Zahlencode. Ferner ist die Art des bisherigen TAN-Verfahrens ausschlaggebend für die Durchführung der Umstellung. Nutzt du ChipTAN, kannst du weiterhin deine Zahlungen damit erledigen, eine Freischaltung durch die S-pushTAN-App ist dann nur für Einkäufe mit Kreditkarte notwendig. Hierzu stellen die Sparkassen eine ausführliche Anleitung bereit. Die Banken raten zu einer zeitnahen Umstellung, damit es am Stichtag nicht zu Problemen kommt. Verpasst du diesen Zeitpunkt, wird die Kreditkarte nicht mehr akzeptiert

Was müssen Sparkassen-Kunden jetzt beachten?

Durch die "Zweite Zahlungsdiensterichtlinie" (Payment Service Directive 2, kurz PSD2) aus dem Jahr 2020 müssen Händler und Sparkassen sichere Systeme wie 3D Secure bereitstellen. Das neue Verfahren wurde gemeinsam von Mastercard Identity Check und Visa Secure (Verified by Visa) entwickelt und bündelt die Zahlungsvorgänge im Hintergrund. Früher hieß es bei Mastercard Securecode. Fast alle gängigen Kreditkartenanbieter unterstützen das neue System. Dazu gehören neben Mastercard auch American Express oder Visa. 

Die Vorgabe besagt, dass für EU-weite Zahlungen im Internet die Identität in zwei Schritten legitimiert werden muss. Möchtest du wissen, ob deine Kreditkarte für 3D Secure geeignet ist, frag bei der Sparkasse nach oder tätige eine Bestellung in einem Online-Shop, der das neue Verfahren zur Verfügung stellt. Durch die zusätzliche Bestätigung profitieren die Konsumenten von einem erhöhten Betrugsschutz. Wurde deine Karte für 3D Secure bereits freigeschaltet, musst du nach Eingabe der Kreditkartendaten – wie Kartennummer oder Ablaufdatum – zu deiner Authentifizierung einen biometrischen Abgleich (Fingerabdruck) durchführen oder ein Einmalpasswort (OTP) eingeben. Mit deiner Legitimation bestätigst du, dass du der rechtmäßige Eigentümer der Karte bist. Im Hintergrund prüft das System die Richtigkeit der Angaben. Erst dann wird der Betrag freigegeben. 

Online-Zahlungen sind nicht nur praktisch, sondern bergen auch zahlreiche Gefahren. Sensible Daten wie persönliche Angaben oder Kontoinformationen sind durch Sicherheitslücken und Cyberkriminalität besonders gefährdet. Die Kriminellen nutzen gestohlene Daten für Identitätsdiebstahl, Phishing-Attacken oder Erpressungsversuche. Grundsätzlich solltest du nur in vertrauenswürdigen Online-Shops deine Kreditkartendaten hinterlegen. Achte zudem auf ein gutes Antivirenprogramm, das zu deinen Bedürfnissen passt. Führe zusätzlich alle notwendigen Updates durch, die von den Herstellern zur Verfügung gestellt werden. In absehbarer Zeit müssen sich Sparkassen-Kunden auf weitere Änderungen einstellen. S-Trust, ein Online-Speicher, ist nur noch bis Ende März 2026 aktiv. Auch der Passwortmanager wird abgestellt. Wichtige Informationen musst du vorher anderweitig digital archivieren. Auch Käufe mit Bargeld über 3000 Euro sind aufgrund einer strengen EU-Richtlinie künftig nur mit Auflagen möglich. Davon sind hauptsächlich Geschäftskunden betroffen.