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So sorgt sich die Gen Z um die eigene Rente


Autor: Karin Seibold

, Montag, 05. Oktober 2026

Niemals selbst Rente bekommen? Das befürchten viele junge Menschen, wie verschiedene Studien zeigen. Mit welchen Zukunftsängsten sich die "Gen Z" plagt.
Viele junge Menschen macht sich Sorgen um ihre finanzielle Zukunft. (Symbolbild)


Die Babyboomer gehen in Rente - im Jahr 2036 werden sie laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft komplett aus der Arbeitswelt ausgeschieden sein. Für das Rentensystem bedeutet das: Immer mehr alte Menschen stehen immer weniger jungen, noch arbeitenden Menschen gegenüber. Politische Versuche, das Rentenalter zu erhöhen oder Rente mit Arbeit zu kombinieren reichen aber offenbar nicht aus, um die Ängste der jungen Menschen zu beschwichtigen.

Eine neue Studie des britischen Finanzunternehmens "People's Partnership", das vor allem betriebliche Altersvorsorge anbietet, beschreibt die jungen Menschen als sogenannte "new NERDS" - "Never Ever Retiring Demographic", was Menschen meint, die davon überzeugt sind, niemals selbst in Rente zu gehen oder gehen zu können. Demnach hält jeder achte junge Mensch zwischen 18 und 27 Jahren die Beschäftigung mit dem Thema Rente für sinnlos, weil er nicht daran glaubt, selbst jemals in den Genuss einer Rente zu kommen. Insgesamt 47 Prozent der Befragten der Umfrage mit gut 2000 Teilnehmern gaben an, sich nicht mit dem Thema Altersvorsorge zu beschäftigen.

Viele erwarten garnicht mehr, dass sie einmal Rente bekommen könnten

Ähnliche Ergebnisse ergab eine Umfrage von Ing Deutschland und Visa im September 2025. Demnach erwarten 31 Prozent der 18- bis 30-Jährigen keine gesetzliche Rente. 83 % machen sich Sorgen um ihre finanzielle Sicherheit im Ruhestand. Im Gegensatz zu der britischen Studie gaben aber immerhin 55 % der Befragten an, dass sie auch entsprechend für die Altersvorsorge sparen.

Was tun? Schon im Jahr 2021 Schrieb die Generali, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigte: "Flucht statt Altersarmut: Fast 30 Prozent  der 18- bis 32-Jährigen würden lieber auswandern als im Alter arm zu sein". Mehr als 27 % der Befragten, hieß es schon da, "sehen heute Auswandern als Alternative Nr. 1 zu einem mittellosen Lebensabend in Deutschland". 

Politische Lösungen notwendig, um Junge zu unterstützen

"Rente gibt es für unsere Generation sowieso nicht", zitiert unterdessen beispielsweise das "Demographie-Netzwerk" die Erwartungshaltung vieler junger Menschen. Und schreibt: "Trotz der steigenden Sensibilität für das Thema ist Geldmangel der häufigste Grund, weshalb junge Menschen nicht für das Alter vorsorgen. Angesichts steigender Mieten in Ballungsräumen, niedrigen Einstiegslöhnen in manchen Branchen und der aktuellen Inflation, ist es nicht überraschend, dass das Geld für die Vorsorge nicht reicht." Immer mehr Deutsche kämpfen Untersuchungen zufolge ohnehin schon während ihrer jungen Jahre mit Schulden. Umso mehr seien politische Lösungen notwendig, um diejenigen zu unterstützen, die die Zukunft Deutschlands gestalten werden.