Rote Taste am Geldautomaten: Wann sie wirklich schützt
Autor: Kara Marie
Deutschland, Samstag, 18. Juli 2026
Kriminelle nutzen immer ausgefeiltere Methoden, um am Geldautomaten Schaden anzurichten. Die rote Abbruch-Taste und umsichtiges Verhalten können helfen, Betrugsversuche zu vermeiden.
Wer Bargeld am Geldautomaten abhebt, sollte mehr im Blick haben als nur den Kontostand. Kriminelle setzen zunehmend auf ausgefeilte Methoden, um Bankkundinnen und Bankkunden zu schädigen – vom gezielten Ausspähen der PIN bis hin zu manipulierten Geräten. Mit etwas Aufmerksamkeit und wenigen Grundregeln lässt sich das Risiko jedoch erheblich reduzieren.
Was die rote Abbruch-Taste am Geldautomaten bewirkt
Einen laufenden Vorgang am Geldautomaten beendet die rote Taste mit dem „X" sofort. Wird sie während einer Transaktion gedrückt, stoppt der Prozess – und die Karte wird in der Regel wieder ausgegeben. Unter Umständen lässt sich so auch eine bereits eingeleitete Bargeldausgabe noch stoppen.
Im Internet kursiert außerdem der Ratschlag, nach jeder Transaktion vorsorglich die rote Taste zu betätigen, um die Sitzung sicher zu beenden. Laut chip.de ist ein Missbrauch in diesem Zusammenhang in Deutschland jedoch äußerst unwahrscheinlich.
Sobald die Bankkarte entnommen wurde, gilt der Vorgang üblicherweise als abgeschlossen. Das nachträgliche Drücken der Abbruch-Taste hat dann in der Regel keine Wirkung mehr.
Wann der Abbruch per Taste sinnvoll ist
Anders gestaltet sich die Situation, wenn während des Geldabhebens Unsicherheit entsteht – etwa weil sich jemand auffällig verhält, zuschaut oder in ein Gespräch verwickeln will. In solchen Momenten kann es ratsam sein, den Vorgang unverzüglich mit der Abbruch-Taste zu stoppen. Darauf weist auch die Deutsche Kreditwirtschaft ausdrücklich hin.
Generell ist Vorsicht angebracht, wenn fremde Personen ungefragt Hilfe anbieten oder sich auffällig in der Nähe des Automaten aufhalten. In derartigen Situationen empfiehlt es sich, ruhig zu bleiben, die Transaktion gegebenenfalls abzubrechen und Karte sowie Bargeld erst dann einzustecken, wenn kein Druck mehr spürbar ist.
Erhöhtes Risiko an öffentlich zugänglichen Geldautomaten
Besondere Aufmerksamkeit ist an Geldautomaten geboten, die sich an belebten, öffentlich zugänglichen Orten befinden – etwa in Innenstädten, an Tankstellen, in Einkaufszentren oder an Bahnhöfen. An solchen Standorten ist die Gefahr von Ablenkung oder unerwünschter Beobachtung erfahrungsgemäß höher als in geschützten Bankfilialen.