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Rentenreform in Deutschland: Diese Maßnahmen sollen kommen


Autor: Nadine Wüste

Deutschland, Mittwoch, 17. Juni 2026

Die Bundesregierung will Gesundheit und Rente reformieren. Eine Expertenkommission prüft unter anderem die Abschaffung der Rente mit 63 und höhere Renteneintrittsalter.
Die Bundesregierung plant eine umfassende Rentenreform mit möglichen Maßnahmen wie der Abschaffung der Rente mit 63 und der Anhebung des Renteneintrittsalters, wobei der Bericht der Rentenkommission am 23. Juni erwartet wird.


Die Bundesregierung hat für eine anstehende Gesundheitsreform und eine geplante Rentenreform Expertenkommissionen gegründet. Nachdem Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zusammen mit ihrer Kommission zahlreiche Pläne und Reformen für das Gesundheitssystem verkündet hat, zieht nun Arbeitsministerin Bärbel Bas mit der Rentenkommission nach. 

Den Bericht zur Rente will die Kommission nach Angaben des Handelsblatts mit Verweis auf Kommissionsmitglieder früher als vorgesehen vorlegen – und zwar am 23. Juni. Angedacht war ursprünglich der 29. Juni. 

Rentenkommission mit Reformplänen: Worauf müssen sich Rentner einstellen?

Allerdings steht bislang nicht fest, ob die Kommission zu einem einstimmigen Beschluss kommen wird. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass der Bundesregierung verschiedene Vorschläge und Maßnahmen unterbreitet werden, welche für eine nachfolgende Reform herangezogen werden.

Einige Details aus den Beratungen sind nach außen gedrungen. Demnach stehen folgende Punkte auf der Renten-Reformliste und könnten zum Tragen kommen:

  • Abschaffung der Rente mit 63
  • Anhebung des Renteneintrittsalters 
  • verpflichtendes Rentensplitting für Ehepaare
  • Abschaffung der Hinterbliebenenrente 
  • Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung
  • mögliche Reform der Erwerbsminderungsrente
  • verpflichtende Betriebsrente
  • Maßnahmen, um Beiträge für die Rentenkasse abzumildern

Rente als Belastungsprobe für GroKo: Wo wollen die Parteien hin?

Die Rentenreform gilt als zentrale Belastungsprobe der Koalition, wie t-online.de berichtet. Union und SPD gehen bei vielen Punkten weit auseinander.

"Ich wünsche mir, dass die Rentenkommission eine einstimmige Empfehlung abgibt, das haben der Kanzler und ich klar als Erwartung an die Vorsitzenden formuliert", sagte Bas in diesem Rahmen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Bundeskanzler Friedrich Merz beabsichtigt, sich mit den Vorschlägen der Rentenkommission, den Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Großen Koalition und den wichtigsten Regierungsvertretern ab 1. Juli zurückzuziehen und eingängig zu beraten, wie es mit der Rente in Deutschland künftig weitergehen soll.