Neue Rentenregelungen 2026: Was ändert sich für Erwerbstätige?
Autor: Tamara Schneider
Deutschland, Dienstag, 06. Januar 2026
Seit dem 1. Januar gelten neue Regelungen bei der Rente und der Sozialversicherung, die sich auch auf Erwerbstätige auswirken. Wir fassen zusammen, was sich ändert.
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- Hohes oder niedriges Einkommen: Auswirkungen, Chancen und Risiken
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Im Jahr 2026 stehen in Deutschland weitreichende Änderungen an, die das Renten- und Sozialversicherungssystem betreffen. Viele der Neuerungen wirken sich direkt auf Erwerbstätige aus. Es ändern sich Beitragssätze und es ergeben sich Hinzuverdienstmöglichkeiten im Alter. Auch gibt es geänderte Rahmenbedingungen beim Renteneintritt und beim Altersbezug. Wir stellen die wichtigsten Neuerungen vor und beleuchten ihre Bedeutung für Erwerbstätige.
Das ändert sich 2026 für Erwerbstätige
Seit dem 1. Januar 2026 gelten neue Rechengrößen für die Sozialversicherung, es ändert sich auch die Berechnung der Renten- und Krankenversicherung. Die monatliche Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt auf 8450 Euro. Das sind 101.400 Euro jährlich. Auch für die Kranken- und Pflegeversicherung gibt es Anpassungen. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt ab 2026 bei jährlich 69.750 Euro, also monatlich 5.812,50 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze liegt bei jährlich 77.400 Euro, also monatlich 6.450 Euro.
Für Gutverdienende und Personen mit stark schwankendem Einkommen kann der Anteil der Sozialabgaben steigen. Die Erhöhung der Grenzen spiegelt eine allgemeine Lohnentwicklung wider und soll die Systemfinanzierung stabil halten.
Welche Änderungen bringt die Aktivrente?
Ab 2026 soll es möglich sein, nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze weiterzuarbeiten und dabei bis zu 2000 Euro zusätzlich steuerfrei zu verdienen. Zugleich werden andere gesetzliche Rentenarten, etwa für Menschen mit Schwerbehinderung, neu geregelt. Der bisherige Vertrauensschutz fällt weg, was Auswirkungen auf Renteneintrittsalter und Rentenhöhe haben kann. Damit ergeben sich für Erwerbstätige und künftige Rentner fundamentale Änderungen. Es geht nicht mehr nur um das Rentenalter, sondern auch um die Arbeitsgestaltung im Alter, den Nebenverdienst und eine längerfristige Planung des Lebensabends.
Auswirkungen, Chancen und Risiken
Für Arbeitnehmer mit mittlerem bis hohem Einkommen können die neuen Beitragsbemessungsgrenzen bedeuten, dass ein größerer Teil ihres Gehalts der Renten- und Sozialversicherungspflicht unterliegt. Das bedeutet: Wer regelmäßig nahe oder über der Grenze verdient, zahlt mehr ein. Das beeinflusst einerseits die spätere Rentenhöhe, andererseits verringert es den aktuellen Nettobetrag. Allerdings betrifft die Mehrbelastung nur Verdienende oberhalb der neuen Grenzen. Für viele Beschäftigte mit geringem oder durchschnittlichem Einkommen bleibt die Belastung gleich.