Neue Förderkonditionen für Wärmepumpen
Autor: Klaus Heimann
, Mittwoch, 22. Juli 2026
Die Förderung für Wärmepumpen wird fortgesetzt, das ist die gute Nachricht. Aber: Die Höhe der Zuschüsse sinkt aber kontinuierlich. inFranken.de informiert über die aktuellen Konditionen.
- Wie entwickelt sich die Förderung für die Wärmepumpe?
- Wie teuer wird die Wärmepumpe aus der Nicht-EU-Produktion?
- Wie setzt sich die Förderung zusammen?
- Welche Übergangsregelungen gelten für die erteilten Bestätigungen zur Förderung?
Wer sich eine Wärmepumpe anschaffte und sie von seinem Installateur zu Hause einbauen ließ, konnte bisher, unter bestimmten Bedingungen, bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bis zu 70 % staatliche Förderung für die Anschaffung und Montage erhalten (darüber hat inFranken.de berichtet). Ohne Vorwarnung ging das dafür eingerichtete Förderportal in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag (genau vom 8./9. Juli 2026) abrupt und ohne Ankündigung offline. Neuanträge waren nicht mehr möglich. Hintergrund für den Stopp: Die Förderrichtlinie im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) soll bis 2030 rund 2,1 Milliarden Euro einsparen. Deshalb sind Zuschüsse in der bisherigen Höhe nicht mehr zu finanzieren. Aber was sind jetzt die Konditionen bei der Neuanschaffung von Wärmepumpen, was hat sich geändert?
Wie entwickelt sich die Förderung für die Wärmepumpe?
Erst die gute Nachricht: Neue Anträge für die staatliche Förderung von neuen Wärmepumpen zu stellen, ist seit dem 21. Juli 2026 bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wieder möglich. Allerdings mit schlechteren Fördersätzen. Das ist die Konsequenz aus der Veränderung der BEG. Das Bundeswirtschaftsministerium, unter Ministerin Katherina Reiche (CDU), hat auf diese Anpassung gedrängt und sich in der Bundesregierung durchgesetzt. Thermondo-Chef Felix Plog kritisiert das im Podcast "Das Klimalabor" von ntv mit guten Argumenten.
Bereits in diesem Jahr kann es je nach Fallkonstellation bis zu 3.620 Euro weniger Förderung geben, hat 1KOMMA5° ausgerechnet. Die Zuschüsse zur Wärmepumpe sinken jetzt regelmäßig alle sechs Monate. Bis 2030 wird es bis zu 60 % weniger Förderung für neue Wärmepumpen geben. Wer also umstellen will, der sollte sich beeilen.
Neu in der Förderungskulisse ist, dass Wärmepumpen, die in der EU produziert wurden, einen Bonus erhalten. Nicht-EU-Produkte (vor allem aus China) bekommen weniger Förderung. Diese Regelung wird im ersten Quartal 2027 eingeführt. Die Grundförderung sinkt dann für Wärmepumpen, die außerhalb der EU gefertigt/gebaut/zusammengebaut wurden, auf 15 %. Zeitgleich erhalten Wärmepumpen, die innerhalb der EU gefertigt wurden, einen Wertschöpfungsbonus in Höhe von 15 %.
Wie teuer wird die Wärmepumpe aus der Nicht-EU-Produktion?
Der Unterschied ist beträchtlich und kann mehrere Tausend Euro ausmachen. Als Beispiel legt 1KOMMA5° folgende Rechnung vor: Wer ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen zwischen 30.000 und 40.000 Euro hat, kann im zweiten Halbjahr 2027 für eine in der EU produzierte Wärmepumpe bis zu 18.020 Euro Förderung erhalten.
Entscheidet sich derselbe Haushalt für eine in der EU produzierte Wärmepumpe, erhält er maximal 14.045 Euro. Das sind fast 4.000 Euro weniger, hat 1KOMMA5° errechnet. Die Heizungsförderung für die Wärmepumpe orientiert sich stärker als bisher am Einkommen der Antragsteller. Die bestehenden Boni für die Anschaffung einer neuen Wärmepumpe (das sind die Grundförderung, Einkommens- und der Klimageschwindigkeitsbonus gemeint) bleiben bestehen, die Förderhöhen ändern sich aber.