Muss nach 40 Ziehungen der Lotto-Jackpot fallen? Nein, sagt ein Mathe-Professor
Autor: Christoph Eberle
Deutschland, Freitag, 14. August 2026
Seit 40 Ziehungen wurde der Jackpot beim Lotto 6 aus 49 nicht geknackt. Muss er jetzt bald fallen? Ein Mathematik-Professor erklärt es.
Sechs Richtige plus Superzahl braucht man beim Lotto-Klassiker 6 aus 49, um den Jackpot abzuräumen. Dass das das letzte Mal jemand geschafft hat, ist - Stand 14. August - 40 Ziehungen her. Sprich: Den letzten Hauptgewinner in Gewinnklasse 1 gab es vor mehreren Monaten im Frühjahr. Wie (un-)wahrscheinlich ist so etwas? Und muss der Mega-Gewinn nun statistisch gesehen bald abgeräumt werden?
"40 Ziehungen ohne Lotto-Jackpot sind nach meinen Berechnungen ein Ereignis von etwa 1 zu 24.000 – ungefähr so selten, wie 15-mal hintereinander mit einer Münze Kopf zu werfen", sagt Mathematik-Professor Christian Hesse. Er arbeitet am Institut für Stochastik und Anwendungen an der Universität Stuttgart und ist somit Experte für Wahrscheinlichkeiten beziehungsweise Unwahrscheinlichkeiten.
Hesse rechnet vor: Beim Lotto 6 aus 49 wurde der Jackpot inzwischen 40 Ziehungen in Folge nicht geknackt. "Um zu bestimmen, wie außergewöhnlich das ist, muss man berücksichtigen, dass mittwochs und samstags unterschiedlich viele Tipps gespielt werden", sagt er.
So errechnet der Mathematik-Professor die Lotto-Wahrscheinlichkeiten
Aus den Spieleinsätzen ergebe sich bei einem Preis von 1,20 Euro pro Tipp und dem von der Lotto-Gesellschaft veröffentlichten Umsatz derzeit eine Größenordnung von circa 27,5 Millionen Tipps am Mittwoch und 43 Millionen Tipps am Samstag.
Ein einzelner Tipp hat eine Jackpot-Chance von 1 zu 139.838.160. Daraus folge für eine einzelne Ziehung ungefähr:
- Mittwoch: Wahrscheinlichkeit, dass der Jackpot nicht geknackt wird: 82,15 Prozent
- Samstag: Wahrscheinlichkeit, dass der Jackpot nicht geknackt wird: 73,53 Prozent
Da die aktuelle Serie aus 20 Mittwochs- und 20 Samstagsziehungen bestehe, lautet seine Rechnung: