Krankenkassen fordern günstigere Medikamente: Kosten nicht mehr tragbar
Autor: Dominik Jahn
Deutschland, Dienstag, 17. März 2026
Krankenkassen warnen vor weiter steigenden Ausgaben für Arzneimittel und fordern mehr politische Lösungen.
Die finanzielle Krise der Krankenkassen hat vielfältige Gründe. Geht es nach den Kassen, sollte Politik unter anderem die steigenden Arzneimittelpreise ins Visier nehmen.
Laut Spitzenverband Bund der Krankenkassen GKV hätten die Kassen im vergangenen Jahr 58,5 Milliarden Euro ausgegeben - mehr als für die ambulante ärztliche Versorgung.
Medikamente sind bereits der zweitgrößte Kostenblock der Kassen
Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) erklärte GKV-Chef Oliver Blatt dazu: "Die Arzneimittelpreise bei uns sind schon die höchsten hinter denen der USA. Wenn es darum geht, daran etwas zu ändern, war die Politik bislang zu zaghaft."
Für Krankenhäuser würden Medikamente inzwischen den zweitgrößten Kostenblock bedeuten. Die Ausgaben haben sich laut Blatt "für neue Medikamente in zwölf Jahren verdoppelt".
Blatt: "Die Ausgaben für neue Medikamente haben sich in zwölf Jahren verdoppelt."
Krankenkasse kritisiert Pharmaunternehmen
Bereits im Juli 2025 rückte Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker-Krankenkasse (TK) die Pharmaindustrie in den Fokus.
Baas sieht die Arzneimittelhersteller als die Gewinner in der Krise der Krankenkassen. Er forderte demnach "eine Lösung für die steigenden Arzneimittelpreise."