Kindergeld ins Ausland: Was steckt wirklich alles in den 528 Millionen Euro?
Autor: Dominik Jahn
Deutschland, Dienstag, 27. Januar 2026
Beim Kindergeld gibt es viele Regeln und Besonderheiten. Die Bundesagentur klärt über Zahlungen auf.
Zu Beginn des Jahres 2026 wurde das Kindergeld bereits erhöht. Mitte des Jahres wird es aber noch eine weitere Änderung dazugeben. Und erst vor wenigen Tagen hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) ihre Zahlen zum Kindergeld 2025 veröffentlicht. Insgesamt zahlte die Familienkasse der BA laut eigener Angabe 55,32 Milliarden Euro aus.
Aktuell findet allerdings eine ganz andere Zahl Beachtung. 528 Millionen Euro wurden davon auf Konten im Ausland überwiesen. Der Betrag liegt damit bei weniger als einem Prozent der Gesamtsumme. Doch wer bekommt eigentlich Kindergeld im Ausland und was sind die Voraussetzungen dafür? Geht das Geld überhaupt ins Ausland? Und wie war die Zahl im Jahr 2024?
Wie sah es im Vorjahr beim Kindergeld im Ausland aus?
Den Daten der Bundesagentur zufolge war das Verhältnis zwischen Auslandszahlungen und Gesamtsumme des Kindergeldes im Jahr 2024 ähnlich.
- 54,3 Mrd. Euro Kindergeld, insgessamt 513,7 Millionen Euro auf Konten im Ausland
Gegenüber inFranken.de erklärt die BA dazu: "Der Anstieg erklärt sich mit der Erhöhung des Kindergelds pro Kind um fünf Euro monatlich zum 1. Januar 2025. Insgesamt sind die Ausgaben für das Kindergeld dadurch um mehr als eine Milliarde Euro gestiegen."
Wer bekommt Kindergeld ins Ausland überwiesen?
Für eine Überweisung des Kindergeldes ins Ausland sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Von der Bundesagentur für Arbeit heißt es dazu: "Empfänger sind in der Regel in Deutschland sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus der EU, deren Kinder im Heimatland leben."
Wohnen Kinder von Kindergeldberechtigten im Ausland, so sind demnach "zusätzliche Nachweise einzureichen, die die Familienkasse gewissenhaft prüft." Dazu werden die Angaben mit entsprechenden Verbindungsstellen im Ausland abglichen.