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Helene Fischer rechtfertigt hohe Ticketpreise - Konzerte nur noch für Besserverdiener?


Autor: Christoph Eberle

München, Samstag, 18. Juli 2026

Die Ticketpreise für das Stadionkonzert von Helene Fischer in München sorgen für Diskussionen. Die Schlagersängerin erklärt, warum Konzerte heute oft so teuer sind.
Schlagerstar Helene Fischer (im Bild beim Auftritt in Wien am 11.07.2026) verteidigt die hohen Ticketpreise für ihr Konzert in der Münchner Allianz Arena vor 71.000 Fans und erklärt die Kosten aufwendiger Stadionproduktionen.


Sind Live-Veranstaltungen mittlerweile nur noch etwas für Besserverdiener? Im Gespräch mit den ARD-Tagesthemen verteidigte Schlagerkünstlerin Helene Fischer am Freitag vor ihrem Auftritt in der Münchner Allianz Arena die Kalkulation der Eintrittspreise.

Vor rund 71.000 Besuchern feierte der Schlagerstar den Abschluss ihrer 360°-Stadiontour und überraschte ihre Anhänger mit einem spontanen gemeinsamen Auftritt mit Florian Silbereisen. Wer dabei sein wollte, musste tief in die Tasche greifen: Bei den insgesamt 15 Terminen begannen die regulären Ticketpreise bei 71 Euro.

Helene Fischer in München: Hohe Ticketpreise für Stadionkonzert

Je nach Austragungsort und Kategorie waren jedoch auch deutlich höhere Beträge möglich. Bereits die mittlere Preiskategorie schlug schnell mit dem Doppelten zu Buche. Wer ein VIP-Paket erwarb, legte dafür rasch 400 Euro oder mehr hin. Grundsätzlich sind Konzerttickets inzwischen ein kostspieliges Vergnügen: Helene Fischer bewegt sich mit ihrer Preispolitik im Rahmen anderer internationaler Stadionkünstler. Auftritte der Toten Hosen, Coldplay oder Bruce Springsteen kosten ähnlich viel, während Fans bei Adele oder Madonna schon in den günstigsten Kategorien erheblich mehr ausgeben mussten.

Im Interview der ARD-Tagesthemen am Freitagabend sprach Moderator Ingo Zamperoni das Thema Finanzen an. Sind Konzerte – ähnlich wie große Fußballspiele – bald nur noch Erlebnisse für Privilegierte und Wohlhabende?

Der Schlagerstar zeigte Verständnis für die Kritik an den hohen Eintrittspreisen, verteidigte diese jedoch zugleich. So verwies sie auf die immensen Kosten einer aufwendigen Stadionproduktion. Eine Show in dieser Größenordnung sei mit einem umfangreichen Team, komplexer Technik und hohen Fixkosten verbunden. "Wir haben Catering, Kostümbildner, Bühnenbildner, Tänzer, die Band", sagte Fischer im Gespräch und ergänzte, dass damit auch Arbeitsplätze gesichert würden.

"Weiß, dass viele Menschen auch auf so ein Konzert hinsparen"

"Ich weiß, dass viele Menschen auch auf so ein Konzert hinsparen", so die Künstlerin weiter. Doch wer sich ein Ticket kaufe, wolle etwas Außergewöhnliches erleben. Sie wolle Augenblicke schaffen, die ans Herz gehen, und dafür sorgen, dass die Menschen glücklich nach Hause fahren.

Zudem habe sie den Eindruck, dass sich die Leute ganz bewusst für einen Konzertbesuch entschieden, um für einen Abend dem Alltag zu entfliehen und sich unterhalten zu lassen. Im Interview räumte sie wörtlich ein: "Leider hat das seinen Preis."