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Falsche Kontoabbuchungen - Wie Sie verhindern, dass ihnen unbemerkt Geld verloren geht


Autor: Alexander Böhm

Deutschland, Montag, 02. November 2026

Eine unbekannte Abbuchung auf dem Konto sollte möglichst schnell geklärt werden. Bei Lastschriften hängen Ihre Rechte davon ab, ob Sie den Einzug erlaubt haben oder nicht. Für Rückbuchungen gelten unterschiedliche Fristen, die Sie kennen sollten.
Eine regelmäßige Kontrolle der Kontobewegungen hilft, falsche Abbuchungen frühzeitig zu entdecken.


Ein fremd wirkender Name auf dem Kontoauszug bedeutet nicht automatisch, dass jemand unberechtigt Geld eingezogen hat. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass etwa Zahlungsdienstleister für Onlineshops oder andere Anbieter unter einem abweichenden Namen auftreten können. Prüfen Sie deshalb zunächst Betrag, Verwendungszweck und vorhandene Rechnungen. Auch ein vergessenes Abo oder ein bereits gekündigter Vertrag kann hinter der Belastung stecken.

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Wichtig ist anschließend die Zahlungsart. Die bekannten Fristen von acht Wochen und 13 Monaten gelten für Lastschriften und lassen sich nicht auf jede Kartenbuchung oder Überweisung übertragen. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) empfiehlt deshalb, zunächst zu klären, wie das Geld vom Konto abgegangen ist.

Welche Fristen gelten für falsche Lastschriften?

Eine autorisierte SEPA-Basislastschrift können Verbraucher innerhalb von acht Wochen ab der Belastung ohne Angabe von Gründen über ihre Bank zurückgeben lassen. Dieses Recht ergibt sich aus § 675x des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Autorisiert bedeutet, dass grundsätzlich ein wirksames Lastschriftmandat vorlag, Sie den konkreten Einzug aber trotzdem zurückholen möchten.

Anders ist die Lage, wenn Sie überhaupt kein Mandat erteilt haben. Eine solche nicht autorisierte Lastschrift sollten Sie der Bank, nachdem Sie die Abbuchung entdeckt haben, unverzüglich melden. Nach § 676b BGB können Ansprüche gegenüber der Bank grundsätzlich verloren gehen, wenn Sie die Belastung nicht spätestens innerhalb von 13 Monaten anzeigen. Voraussetzung für diese Ausschlussfrist ist allerdings, dass die Bank Sie ordnungsgemäß über den Zahlungsvorgang informiert hat.

Bei einer nicht autorisierten Zahlung muss die Bank den Betrag nach § 675u BGB grundsätzlich unverzüglich erstatten, spätestens bis zum Ende des folgenden Geschäftstags. Die 13 Monate sind daher keine Frist, die Sie abwarten sollten. Je früher Sie reagieren, desto schneller lässt sich klären, wie es zu der Abbuchung gekommen ist.

Eine Rückbuchung beseitigt außerdem nicht automatisch eine mögliche Forderung des Unternehmens. Wenn beispielsweise ein wirksamer Vertrag besteht und die Zahlung tatsächlich geschuldet war, kann der Anbieter den Betrag weiterhin verlangen. Bei einem Streit über die Forderung sollten Sie deshalb nicht nur die Lastschrift zurückholen, sondern auch den Zahlungsempfänger kontaktieren.

Wie lassen sich weitere falsche Abbuchungen verhindern?

Kontrollieren Sie Ihre Kontobewegungen regelmäßig, auch wenn die einzelnen Beträge gering erscheinen. Gerade kleine wiederkehrende Abbuchungen können über längere Zeit unbemerkt bleiben. Benachrichtigungen der Banking-App können zusätzlich helfen, neue Belastungen schnell zu erkennen, sofern Ihre Bank diese Funktion anbietet.

Tauchen wiederholt unberechtigte Lastschriften desselben Zahlungsempfängers auf, können Sie Ihre Bank um eine Sperre für diesen Gläubiger bitten. Die Verbraucherzentrale nennt diese Möglichkeit, um weitere Einzüge zu verhindern. So muss nicht jedes Mal erst nach der Belastung reagiert werden.

Besteht dagegen der Verdacht, dass Kontodaten, eine Zahlungskarte oder der Onlinebanking-Zugang missbraucht wurden, sollten Sie die Bank sofort informieren. Je nach Fall kann es dann nötig sein, Karte oder Zugang sperren zu lassen und die Zugangsdaten zu ändern. Bei einem Betrugsverdacht kann zudem eine Strafanzeige sinnvoll sein.