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Extrem selten: Lotto 6 aus 49 Jackpot seit Frühjahr nicht geknackt


Autor: Christoph Eberle

München, Montag, 10. August 2026

Seit 39 Ziehungen gab es beim Lotto 6 aus 49 keinen Jackpot-Gewinner mehr. Das gab es noch nie. Aber wie unwahrscheinlich ist so etwas eigentlich?
Plakate in den Lotto-Annahmestellen weisen seit Mai auf den mit 50 Millionen Euro gefüllten Jackpot hin. (Archivbild)


Sechs Richtige plus Superzahl braucht man beim Lotto-Klassiker 6 aus 49, um den Jackpot in Gewinnklasse 1 abzuräumen. Dass das das letzte Mal jemand geschafft hat, ist - Stand Dienstag, 11. August - 39 Ziehungen her. Sprich: Den letzten Hauptgewinner gab es vor mehreren Monaten im Frühjahr. Wie (un-)wahrscheinlich ist so etwas?

Die Wahrscheinlichkeit auf den Jackpot liegt bei verschwindend geringen rund 1:140 Millionen. Statistisch gesehen ist es deutlich wahrscheinlicher, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen (1:11 Millionen) oder einem Haiangriff zum Opfer zu fallen (1:3,7 Millionen).

Statistisch wird der Lotto-Jackpot alle 5,5 Ziehungen geknackt

Allerdings spielen in Deutschland sehr viele Menschen Lotto. Dementsprechend ist es auf die Gesamtzahl der abgegebenen Tipps eigentlich gar nicht so unwahrscheinlich, dass irgendwo in der Bundesrepublik ein einzelner Glückspilz oder eine Tippgemeinschaft ein paar Millionen reicher wird. 

Dass es seit 39 Ziehungen keinen Jackpot-Gewinner mehr gab, das gab es bislang noch nie: "Während ein Lotto-Jackpot statistisch im Schnitt bereits nach etwa 5,5 Ziehungen geknackt wird, hält die aktuelle Serie seit Wochen an", teilt etwa Bodo Kemper, Sprecher von West-Lotto in Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung mit. 

Wenn ein Jackpot durchschnittlich nach fünfeinhalb Ziehungen geknackt wird, entspricht das vereinfacht einer Jackpot-Gewinnwahrscheinlichkeit von etwa 18,2 Prozent. Bei einer einzelnen Ziehung ist es dementsprechend wahrscheinlicher, dass es keinen Gewinner in Klasse 1 gibt.

Bisheriger Rekord von 18 Ziehungen ohne Volltreffer mehr als verdoppelt

Für 39 Ziehungen in Folge ergibt sich aber dennoch eine ziemlich seltene Serie. Zudem wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2023 von 18 Ziehungen ohne Volltreffer deutlich übertroffen - und mehr als verdoppelt. 

"Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass es erst seit der Ziehung am 1. November 2023 bei Lotto 6 aus 49 einen Maximaljackpot von 50 Millionen Euro in der Gewinnklasse 1 gibt und die bis dahin geltende „Zwangsausschüttung“ nach Erreichen der Obergrenze abgeschafft wurde", sagt Verena Ober, Leiterin Stabsstelle Unternehmenskommunikation und Pressestelle bei der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung Bayern. Ohne Zwangsausschüttung - hier konnte man mit 6 Richtigen ohne Superzahl den Jackpot gewinnen - hätte es womöglich schon mal so eine lange Serie ohne Hauptgewinner gegeben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Jackpot geknackt wird, ist laut Ober bei jeder Ziehung gleich und liegt bei rund 1:140 Millionen. "Daran ändert auch die Anzahl der Ziehungen nichts. Jedes Mal sind wieder alle Zahlen im Spiel und jedes Mal entscheidet der Zufall", so die Lotto-Sprecherin.

Besonderheiten des Zufallsprinzips beim Lotto

Die aktuelle Jackpotphase verdeutlich laut Verena Ober einmal mehr die Besonderheiten des Zufallsprinzips: "Mal wird der Jackpot bereits nach kurzer Zeit geknackt und es gibt manchmal sogar mehrere Gewinner, mal lässt der große Gewinn über viele Ziehungen hinweg auf sich warten", sagt sie.

Irgendwann werde es aber eine Spielteilnehmerin oder einen Spielteilnehmer geben, der sechs Richtige plus die richtige Superzahl tippt. Am Samstag hatte ein Tipper aus Bayern  schon mal alle sechs Gewinnzahlen richtig, nur mit der Superzahl 5 lag er eine Zahl neben der gezogenen Superzahl 4. Einem Unterfranken fehlte vor kurzem auch nur eine Zahl- dann hätte er statt 900.000 Euro rund 50 Millionen abgeräumt.