Energiewende im Eigenheim: Wärmepumpe als Sparwunder?
Autor: Klaus Heimann
Deutschland, Mittwoch, 04. Februar 2026
Mit einer Wärmepumpe lassen sich Heizkosten deutlich senken. Erfahre, wie viel du wirklich sparen kannst und worauf es dabei ankommt.
Moderne Wärmepumpen sind sparsam, effizient und helfen, die monatlichen Ausgaben für Heizenergie deutlich zu reduzieren. Zudem profitieren Nutzer von staatlichen Förderungen, die die Anschaffung erleichtern und die Amortisationszeit verkürzen. Bei richtiger Anwendung und im passenden Gebäude lassen sich selbst im Altbau hohe Einsparungen erzielen. Wer auf erneuerbare Technik setzt, spart nicht nur Geld, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes.
630 Euro Sparpotenzial bei den jährlichen Betriebskosten
Haushalte mit einer effizienten Wärmepumpe haben pro Jahr 38 % oder etwa 630 Euro niedrigere Heizkosten als Haushalte mit einer Gasheizung. Selbst wenn die Wärmepumpe nicht besonders effizient arbeitet, liegen die Betriebskosten immer noch 6 % niedriger als bei einer Erdgasheizung. Das zeigt eine Analyse von Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.
Und so sieht seine Berechnung im Detail aus: Für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) Erdgas bezahlt ein Neukunde aktuell rund 1658 Euro – das entspricht einem Kilowattstundenpreis von 8,29 Cent. Das ist der höchste Preis seit Jahresbeginn.
"Die Gaspreise für Neukunden liegen aktuell über 8 Cent/kWh und sind seit dem Frühling 2024 um knapp 2 Cent/kWh gestiegen. Die Gründe dafür sind die Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz von 19 %, höhere Großhandelspreise und der Anstieg der Gasspeicherumlage ab Juli 2024", berichtet Thorsten Storck.
Auch Wärmepumpen mit niedriger Effizienz heizen günstiger als Gas
Haushalte mit einer effizient arbeitenden Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl 4) brauchen für die Bereitstellung von 20.000 kWh Wärme insgesamt 5000 kWh Wärmepumpenstrom. Die bundesweiten Durchschnittskosten pro Jahr für Neukunden liegen dafür derzeit bei 1034 Euro. Voraussetzung ist in jedem Fall ein gut funktionierendes Wärmepumpensystem.
"Der durchschnittliche Kilowattstundenpreis der günstigsten Angebote für Wärmepumpen liegt aktuell bei rund 21 Cent pro Kilowattstunde. Stromtarife für Wärmepumpen sind dank niedrigerer Stromnetzgebühren und Konzessionsabgaben deutlich günstiger als normaler Haushaltsstrom", so Storck.
Arbeitet die Wärmepumpe weniger effizient (beispielsweise mit einer Jahresarbeitszahl von 2,7), liegen die Heizkosten immer noch rund 6 % unter denen der Gasheizung. Beim momentanen bundesweiten Neukundenpreis summieren sich die Gesamtkosten für die dann notwendigen 7500 kWh Strom auf 1555 Euro. Die Gründe für ein weniger effizient arbeitendes Wärmepumpensystem können beispielsweise eine mangelhafte Dämmung oder weniger gut geeignete Heizkörper sein.