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Diese PIN solltest du sofort ändern: Die häufigsten Fehler bei Bankkarten


Autor: Emma Firlus

Deutschland, Samstag, 18. April 2026

Viele nutzen einfache PINs wie "1234" – und machen es Betrügern damit leicht. Eine Analyse zeigt, wie riskant solche Codes sind.
Bankkarte, Handy, Online-Konto: So leicht sind einfache PINs zu knacken.


Viele Menschen verlassen sich täglich auf eine vierstellige PIN – beim Bezahlen, am Smartphone oder beim Online-Banking. Doch genau diese letzte Schutzbarriere ist oft überraschend schwach. Eine große Datenauswertung zeigt: Beliebte Zahlenkombinationen machen es Kriminellen leicht, an sensible Daten und Geld zu kommen.

Beliebte PINs: Bequem, aber gefährlich

Vierstellige PINs sollen eigentlich Sicherheit bieten, doch in der Praxis greifen viele Menschen zu denkbar einfachen Kombinationen. Besonders häufig werden Zahlenfolgen genutzt, die leicht zu merken sind. Genau darin liegt das Problem.

Eine umfangreiche Analyse von ABC news von rund 29 Millionen PINs zeigt, wie vorhersehbar viele dieser Codes sind. Die Kombination "1234" ist mit großem Abstand die häufigste Wahl und wird von rund neun Prozent der Nutzer verwendet. Dahinter folgen einfache Wiederholungen wie "1111" oder "0000". Auch Muster wie "1212" oder rückwärtslaufende Reihen wie "4321" tauchen regelmäßig auf.

Solche Zahlenfolgen sind jedoch kein Geheimnis. Wer versucht, ein Gerät oder Konto zu knacken, beginnt in der Regel genau mit diesen Kombinationen. Die Folge: Was als bequem gedacht ist, wird schnell zur Schwachstelle.

Wenn wenige Versuche ausreichen

Auf den ersten Blick scheint eine vierstellige PIN ausreichend sicher zu sein, schließlich gibt es theoretisch 10.000 mögliche Kombinationen. Doch das Verhalten der Nutzer verändert diese Rechnung erheblich.

Weil bestimmte Codes besonders häufig gewählt werden, steigt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs deutlich. Schon mit nur fünf Versuchen liegt die Chance, die richtige PIN zu erraten, laut Analyse bei rund 12,7 Prozent. Für Kriminelle ist das ein vergleichsweise leichtes Spiel.

Die Auswertung basiert auf Daten der Plattform Have I Been Pwned?, die Informationen aus bekannten Datenlecks sammelt. Sie zeigt eindrücklich, dass menschliche Gewohnheiten die Sicherheit digitaler Systeme erheblich untergraben können.

Persönliche Daten als Sicherheitsrisiko

Nicht nur einfache Zahlenfolgen sind problematisch. Viele Menschen wählen PINs, die eine persönliche Bedeutung haben – etwa Geburtsjahre oder wiederkehrende Zahlen aus dem eigenen Leben.

In der Analyse tauchen besonders häufig Jahreszahlen wie "1986", "1989" oder "2004" auf. Auch scheinbar kreative Lösungen sind oft leicht zu durchschauen. Muster auf dem Zahlenfeld, etwa die vertikale Linie "2580", entstehen durch simples "Abwischen" über die Tastatur – und sind deshalb ebenfalls sehr verbreitet.

Für Angreifer sind solche Vorlieben ein Vorteil. Wer gezielt persönliche Informationen errät oder typische Muster kennt, kann die möglichen Kombinationen stark eingrenzen. Die PIN wird damit deutlich leichter berechenbar.

Ein Code für alles – ein großes Problem

Ein weiteres Risiko entsteht durch Bequemlichkeit im Alltag: Viele Menschen nutzen dieselbe PIN für mehrere Geräte und Anwendungen. Was praktisch erscheint, kann im Ernstfall weitreichende Folgen haben.

Gelangen Zugangsdaten durch ein Datenleck in falsche Hände, betrifft das dann nicht nur ein einzelnes Konto. Stattdessen können mehrere Dienste gleichzeitig kompromittiert werden – vom Smartphone bis zum Bankkonto.

Gerade weil PINs oft als letzte Schutzschicht dienen, wiegt dieses Risiko schwer. Ist der Code einmal bekannt, gibt es häufig keine weitere Hürde mehr für Angreifer.

So wird die PIN wirklich sicherer

Sicherheitsexperten raten deshalb zu möglichst zufälligen und individuellen PINs. Wichtig ist, dass die Zahlenfolge keine erkennbaren Muster enthält und nicht auf persönlichen Daten basiert.

Auch regelmäßige Änderungen können das Risiko reduzieren. Ebenso entscheidend: Für unterschiedliche Geräte und Anwendungen sollten verschiedene PINs verwendet werden. So kann verhindert werden, dass ein einzelner Datenverlust gleich mehrere Bereiche betrifft.

Auch wenn vierstellige Codes begrenzt sind, lässt sich ihre Sicherheit deutlich erhöhen. Wer bewusst auf einfache und bekannte Kombinationen verzichtet, erschwert Angreifern den Zugriff erheblich – und schützt damit seine digitale Identität besser.