Benzin und Diesel teuer wie nie: Wann sich der Umstieg aufs E-Auto nicht lohnt
Autor: Christoph Eberle
Straubing, Donnerstag, 17. Sept. 2026
Tanken wird immer teurer. Mit Elektroautos könnte man den hohen Benzin- und Dieselpreisen entkommen. Ein Energieberater aus Straubing sagt, wann es sich nicht lohnt.
Am Wochenende (12./13. September 2026) war der Preis für Superbenzin der Sorte E10 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein Liter 2,273 Euro, wie der ADAC am Montag mitteilte. Das waren 1,7 Cent mehr als am Freitag.
Diesel legte sogar um 3,5 Cent zu. Ein Liter kostete am Sonntag im Tagesschnitt 2,404 Euro und war damit nur noch 4,3 Cent von seinem Rekord aus dem April entfernt.
Während Bayerns Ministerpräsident Markus Söder neue Entlastungen beim Spritpreis fordert, überlegt so mancher Bürger, ob er nicht dem teuren Benzin und Diesel einfach im wahrsten Sinne des Wortes "davonfährt" und sich ein Elektroauto anschafft.
Häufig lohnen sich Elektroautos schon ab dem ersten Tag
"Wenn der Neuwagen zum selben Preis wie ein vergleichbarer Verbrenner angeschafft werden kann, lohnt sich dies ab dem ersten Tag", sagt Daniel F. Eisel aus dem niederbayerischen Straubing im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern. Er ist Energieberater der Verbraucherzentrale Bayern und nach eigenen Angaben langjähriger E‑Mobilist. Als solcher weiß er auch zu berichten, dass ein Elektroauto inzwischen oft nicht mehr kostet als ein ähnliches Benziner- oder Diesel-Modell.
Mittlerweile gebe es für fast jeden ein passendes Elektroauto – "von klein bis groß, familientauglich bis Sportwagen alles als E-Variante und oft auch schon gebraucht", sagt er.
Diese Fahrer schauen bei der Suche nach einem E-Auto noch in die (Auspuff-)Röhre
Lediglich in einer Fahrzeugkategorie beziehungsweise bei einem speziellen Nutzungsprofil sei es aktuell noch schwierig – und die entsprechenden Autofahrer schauen in die sprichwörtliche (Auspuff-)Röhre: Bei "alten" und günstigen Fahrzeugen mit hoher Anhängelast – zum Beispiel in der Größe eines VW T5 oder T6.
"Also der konkrete Fall: schwerer Pferdeanhänger, aber zehn bis 15 Jahre altes dieselbetriebenes Zugfahrzeug, und das für wenig Geld – da wird es schwer, ein entsprechendes E-Auto zu finden", erklärt der Energieberater.