Auto kaufen: Diese Finanzierungsmodelle gibt es für dein neues Auto
Autor: Tamara Schneider
Deutschland, Sonntag, 01. Februar 2026
Ein Auto zu kaufen, will gut überlegt sein – gerade bei der Finanzierung. Welche Finanzmodelle es gibt, mit denen du dein Lieblingsmodell erstehen kannst, erfährst du hier.
- Der klassische Autokredit: Hier weißt du, was du bekommst
- Die Ballonfinanzierung: Klein starten, große Schlussrate
- Nicht kaufen, sondern leasen: Immer neu, aber niemals dein
Ein Auto zu kaufen, gehört zu den größten privaten Anschaffungen und will gut geplant sein. Ganz besonders dann, wenn es um die Finanzierung des Fahrzeugs geht, solltest du mit fundierten Vorstellungen über deine Finanzierung ins Verkaufsgespräch gehen. Viele Autokäufer haben nicht das nötige Kapital in bar zur Verfügung und nutzen daher verschiedene Finanzierungsmodelle. Diese unterscheiden sich in Struktur, Kosten und Risiken. Wir stellen dir hier die wichtigsten Finanzierungsmodelle vor.
Der klassische Autokredit
Klassischerweise werden die meisten Autos mit einem Autokredit finanziert. Dabei handelt es sich um einen zweckgebundenen Ratenkredit, der speziell für den Kauf eines Fahrzeugs aufgenommen wird. Ein Autokredit kann direkt bei deiner Bank oder über einen Vergleichsservice abgeschlossen werden. Da der Kredit an den Autokauf gebunden ist, dienen das Fahrzeug und häufig auch der Fahrzeugbrief als Sicherheit. Der Brief bleibt für die Laufzeit des Kredits bei der finanzierenden Bank. Dafür wirkt sich das in der Regel positiv auf die Zinshöhe aus.
Ein klassischer Autokredit funktioniert so: Du erhältst die vollständige Kaufsumme als Kredit ausgezahlt und zahlst diesen über eine festgelegte Laufzeit in monatlich gleichbleibenden Raten zurück. Diese Raten enthalten sowohl die Tilgung als auch die anfallenden Zinsen. Nach Ablauf der Laufzeit ist der Kredit vollständig beglichen und du bist schuldenfrei – das Auto gehört dann dir.
Beliebt sind Autokredite wegen ihrer guten Planbarkeit. Ein großer Vorteil liegt außerdem in seiner Transparenz. Feste Raten und klar definierte Laufzeiten erleichtern die finanzielle Planung, zudem gibt es keinen Restbetrag am Ende der Finanzierung. Häufig sind die Zinsen günstiger als bei nicht zweckgebundenen Ratenkrediten. Allerdings kann die monatliche Belastung höher sein.
Die Ballonfinanzierung
Bei der Ballonfinanzierung handelt es sich um ein Finanzierungsmodell, bei dem während der Laufzeit vergleichsweise niedrige monatliche Raten gezahlt werden. Allerdings wird der Großteil des Kaufpreises am Ende der Vertragslaufzeit fällig. Es gibt eine sogenannte Schlussrate, die relativ hoch ausfällt – je nach Kaufpreis. Dieses Modell wird häufig von Autohändlern angeboten und wirkt auf den ersten Blick attraktiv, da die monatliche Belastung überschaubar bleibt.
Kannst oder möchtest du die Schlussrate nicht auf einmal begleichen, besteht in vielen Fällen die Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung. Der Vorteil dieses Modells liegt vor allem in der geringeren monatlichen Belastung, was finanziellen Spielraum im Alltag schafft. Sinnvoll kann die Ballonfinanzierung insbesondere dann sein, wenn absehbar ist, dass zum Laufzeitende ein größerer Geldbetrag zur Verfügung steht, etwa durch einen Bonus, eine Abfindung oder eine Erbschaft. Nachteilig bei der Ballonfinanzierung ist die hohe Schlussrate. Dadurch können mögliche Anschlussfinanzierungen die Gesamtkosten höher ausfallen lassen, weil du einen neuen Kredit aufnehmen musst. Die neue Finanzierung könnte zu schlechteren Konditionen ausfallen.