ADAC Kinderfahrradhelm-Test: Ernüchterndes Ergebnis
Autor: Klaus Heimann
Deutschland, Sonntag, 26. April 2026
Der ADAC hatte 18 Kinderfahrradhelme im Prüflabor. Im Mittelpunkt stand der Unfallschutz. Die Ergebnisse sind nur "durchwachsen". Der Helm von Lidl/Crivit ist als bester durchs Ziel gegangen. Außerdem ist er mit rund 15 Euro der Preisknalller.
- Warum bekommen Fahrradhelme für Kinder so wenig Aufmerksamkeit?
- Warum gerade der Helm der Firma Abus enttäuscht?
- Wer stellt den Preis- und Testsieger?
- Was sind die Verbesserungsvorschläge des ADAC?
- Tipps für den Kauf eines Kinderfahrradhelms: Was ist zu beachten?
Das Ergebnis des ADAC-Tests zu den Kinderfahrradhelmen ist insgesamt enttäuschend: Kein Helm erreicht die Gesamtnote "gut". Das ist bedenklich, weil ein guter Fahrradhelm eine Lebensversicherung bei einem Sturz ist. Umso wichtiger ist es für Eltern, dass sie wissen, welcher Fahrradhelm für ihren Nachwuchs wirklich gut geeignet ist.
Warum bekommen Fahrradhelme für Kinder so wenig Aufmerksamkeit?
Der ADAC hat, in Kooperation mit der Stiftung Warentest, 18 Kinderfahrradhelme im Labor auf ihre Unfallsicherheit getestet, mit Probanden auf ihre Bedienfreundlichkeit sowie den Tragekomfort überprüft und einer Schadstoffanalyse unterzogen. Jeder Fahrradhelm ist besser als gar kein Helm, meint zwar der ADAC. Aber das ist nur ein schwacher Trost beim Kinderfahrradhelm-Test 2026: Kein Fahrradhelm für Kinder kommt über die Testnote "befriedigend" hinaus.
Das sah vor vier Jahren noch ganz anders aus. 2022 vergaben die Testenden an das Modell von Abus Youn-I 2.0 noch die Bewertung "gut" (2,2). Der Helm ist immer noch im Handel erhältlich und stabil im Preis (rund 50 Euro).
Auch diesmal war ein Helm von Abus dabei; und zwar der Helm YouDrop (rund 75 Euro), der nach Auffassung des Herstellers ein "Must-have" für alle Nachwuchs-Mountainbiker ist ("Ein Helm, der mit Profi-Features und seinem lässig-leichten Design überzeugt"). Wenig überzeugend kam das Modell allerdings im Test an: Es erhielt nur die Gesamtnote "ausreichend" (3,6).
Warum gerade der Helm der Firma Abus enttäuscht?
Der Abus YouDrop erreicht bei der Bewertungskategorie "Unfallschutz" nur die Note "ausreichend". Das Modell hat Schwächen beim Schutz vor Kopfverletzungen im Bereich der Schläfen. Der Helm ist zudem im Dunkeln nur schwer zu erkennen, da er nur über einen kleinen Reflektor verfügt. Mit knapp 80 Euro gehört der Abus YouDrop eher zu den teuren Helmen.
Zu den Testverlierern gehört auch der teure Kinderhelm von Melon: Urban-Active (Preis rund 80 Euro). Auch dieser Helm hat Schwächen beim Unfallschutz und hier die Note "ausreichend", was automatisch zur Abwertung führt. Weiterhin hat er ebenfalls Schwächen beim Schutz vor Kopfverletzungen im Bereich der Schläfen, wie der ADAC feststellt.