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Ab 1. Februar: Bulgarien bekommt den Euro - Auswirkungen auf Preise


Autor: Nadine Wüste

Europa, Montag, 26. Januar 2026

Ab 2026 wird im beliebten Reiseland der Euro eingeführt. Für Urlauber heißt das: kein Wechselkursstress mehr, mehr Komfort beim Bezahlen!
So sehen die neuen Euro-Münzen in Bulgarien aus.


  • Bulgarien führt ab 2026 den Euro als offizielle Währung ein
  • Bargeldumtausch und Wechselgebühren entfallen für Reisende
  • Die Umstellung soll den Tourismus weiter ankurbeln
  • Preise und Zahlungen werden für Urlauber transparenter und vereinfachen sich

Ab dem Jahr 2026 können sich Urlauber in einem weiteren beliebten Reiseland über eine deutliche Erleichterung freuen: Der Euro wird als offizielle Landeswährung eingeführt. Bislang mussten Reisende vor Ort noch Geld umtauschen und mit Wechselkursen rechnen. Mit der Umstellung entfallen diese Hürden komplett. Bezahlen und Preise vergleichen wird einfacher, was vor allem den Tourismus stärken soll. Für Hotels, Restaurants und Geschäfte bringt die neue Währung zudem mehr Planungssicherheit. Wer künftig seinen Urlaub dort verbringt, profitiert in vielerlei Hinsicht von diesem Schritt.

Währungsumstellung: Das ändert sich ab 2026 für Urlauber

Vor allem für europäische Urlauber wird dann einiges einfacher. Nicht selten wurden überhöhte Gebühren in bulgarischen Wechselstuben kritisiert - diese fallen durch die Währungsreform weg. Wer noch bulgarische Lewa besitzt, kann diese bis Ende Dezember 2025 in deutschen Geschäftsbanken wechseln. In Bulgarien kann man dies kostenlos und unbefristet tun. Mit Lew bezahlen kann man in Bulgarien aber nur noch bis zum 1. Februar 2026.

Wo viele Länder auf ihren Euromünzen Staatsoberhäupter, Wappen oder historische Gebäude zeigen, hat sich Bulgarien für religiöse Persönlichkeiten und den Reiter von Madara entschieden. Der Reiter ist ein Felsrelief aus dem 8. Jahrhundert und wurde als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. Zudem wird auf den Münzen die kyrillische Schrift zu finden sein. 

Auf der Zwei-Euro-Münze wird der Heilige Paisius von Hilendar präsentiert. Bekannt als Mönch und Autor, ist eine Schlüsselfigur der bulgarischen Geschichte und der Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt. 

Vorteile für Touristen und Einheimische: Bevölkerung teils skeptisch

Der Heilige Iwan von Rila wird auf der Ein-Euro-Münze zu finden sein. Dieser gilt als Schutzpatron Bulgariens und Gründer des berühmten Rila-Klosters, welches das größte und bedeutendste Kloster Bulgariens ist und wie der Reiter von Madara zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. 

Wo man auf der einen Seite den Euro in Bulgarien begrüßt, hagelt es auf der anderen Kritik. Vor allem bulgarische Nationalisten und Anhänger prorussischer Parteien sind gegen die Einführung des Euros oder stehen ihr zumindest skeptisch gegenüber. Bereits im Sommer 2025 gingen in dem Land viele Menschen auf die Straßen, um gegen die Währungsreform zu demonstrieren. Die Regierung in Sofia hat jedoch betont, dass die Einführung des Euro ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Stabilität und Integration in die EU sei.

Für Touristen und andere Reisende bringt die Einführung des Euro freilich Vorteile - was das Land auch als Urlaubsziel attraktiver machen könnte. 

Die ersten bulgarischen Euromünzen dürften auch für Sammler hierzulande nicht uninteressant sein. Diverse Starterkits aus anderen Ländern können über die Jahre mehrere Tausend Euro wert geworden sein. Vor allem Fehlprägungen sind für Sammler spannend. In Deutschland werden oftmals auch alte D-Mark-Münzen hoch gehandelt.