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7 mal nicht geknackt: Lotto-Jackpot erreicht wieder Maximalhöhe von 50 Millionen Euro


Autor: Christoph Eberle

Deutschland, Montag, 14. Sept. 2026

Am Samstag wurde der Jackpot beim Lotto 6 aus 49 zum siebten Mal in Folge nicht geknackt. Am Mittwoch geht es laut Lotteriegesellschaft daher erneut um die Maximalsumme von 50 Millionen Euro.
Am Mittwoch geht es beim Lotto 6 aus 49 erneut um 50 Millionen Euro. (Symbolbild)


Wer beim Lotto-Klassiker 6aus49 den Jackpot gewinnen will, muss sechs richtige Zahlen und die richtige Superzahl treffen. Sieben Mal in Folge hat das bis Samstag, 12. September nun schon wieder keiner geschafft und es gab keinen Hauptgewinner. Dass der Jackpot am Mittwoch, 16. September nun schon wieder mit der maximalen Gewinnsumme von 50 Millionen Euro gefüllt ist, liegt auch an der längsten Phase ohne Hauptgewinner in der Lotto-Geschichte. Bei sage und schreibe 40 Ziehungen hatte zwischen März und August 2026 kein einziger Tipper den Jackpot abgeräumt.

Jackpot-Überlauf sorgt für Rekordsumme

Seit dem 1. November 2023 gibt es beim Lotto 6 aus 49 keine Zwangsausschüttung mehr und eine maximale Gewinnsumme von 50 Millionen Euro. Ist der Jackpot in Gewinnklasse 1 dann "voll", geht das Geld aber nicht verloren. Stattdessen wandert es laut Lotto-Bayern in den sogenannten "Jackpot-Überlauf". 

Wird ein Maximaljackpot dann geknackt, wird der Jackpot in der darauf folgenden Ziehung mit dem Geld aus diesem Überlauf aufgefüllt. Während der monatelangen Phase ohne Hauptgewinner hatte sich durch diese Sonderregelung so viel angesammelt, dass der Jackpot Ende August erneut bei der Maximalsumme startete. Der noch verbliebene Überlauf sorgte dann dafür, dass es nun nach nur sieben Ziehungen erneut um 50 Millionen Euro geht.

Wie wahrscheinlich fällt der Jackpot schon am Mittwoch erneut?

Mathematik-Professor Christian Hesse vom Institut für Stochastik und Anwendungen der Universität Stuttgart hat die Wahrscheinlichkeit der Jackpot-Serien berechnet. 

Bei seiner Berechnung berücksichtigt Hesse, dass an Mittwochen und Samstagen unterschiedlich viele Lotto-Tipps abgegeben werden. Aus den Spieleinsätzen ergibt sich bei einem Tipp-Preis von 1,20 Euro und dem von der Lotto-Gesellschaft veröffentlichten Umsatz eine Größenordnung von rund 27,5 Millionen Tipps am Mittwoch und etwa 43 Millionen Tipps am Samstag.

Die Jackpot-Chance eines einzelnen Lotto-Tipps liegt bei 1 zu 139.838.160. Daraus ergibt sich dem Professor zufolge für eine einzelne Ziehung folgende Wahrscheinlichkeit, dass der Jackpot nicht geknackt wird:

  • Mittwoch: Wahrscheinlichkeit, dass der Jackpot nicht geknackt wird: 82,15 Prozent
  • Samstag: Wahrscheinlichkeit, dass der Jackpot nicht geknackt wird: 73,53 Prozent
  • Umgekehrt gilt also: Es ist deutlich wahrscheinlicher, dass der Jackpot am Mittwoch nicht gleich erneut geknackt wird.

Wie Bodo Kemper, Sprecher von West-Lotto in Nordrhein-Westfalen, jüngst in einer Pressemitteilung schrieb, dauert es übrigens im Schnitt immer 5,5 Ziehungen, bis ein Jackpot geknackt wird. 

So unwahrscheinlich ist es, den Lotto-Jackpot als einzelner Spieler abzuräumen

 Für einen einzelnen Tipp beträgt die Wahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn 1 zu 139.838.160. Ein anschaulicher Vergleich, sich die Zahl vorzustellen, ist laut Mathe-Professor Christian Hesse der folgende: "Stellen wir uns einen Fußballplatz mit rund 140 Millionen Grashalmen vor. Einer dieser Halme ist rot eingefärbt. Nun werden Ihnen die Augen verbunden und Sie dürfen beliebig über den Platz gehen sollen mit einem einzigen Griff genau diesen einen roten Halm erwischen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen das gelingt, entspricht ziemlich genau der Jackpot-Chance beim Lotto.", sagt er

Was erhöht die Gewinnchance beim Lotto wirklich?

"Wer doppelt so viele unterschiedliche Kombinationen spielt, hat ungefähr die doppelte Jackpot-Chance – er bezahlt dafür aber auch entsprechend mehr", sagt Christian Hesse. Das Prinzip: Wer einen Tipp abgibt, spielt eine Kombination. Wer zehn verschiedene Tipps abgibt, spielt zehn Kombinationen. Die Jackpot-Chance steigt dadurch, weil mehr mögliche Kombinationen abgedeckt sind – nicht, weil die einzelnen Tipps plötzlich „besser“ wären.  Und: Die Chance auf den einen "roten Grashalm" aus dem Beispiel von oben bleibt auch bei mehreren Tipps verschwindend gering.

Warum unterschiedliche Tipps wichtiger sind als viele Tipps und ob es einen speziellen Trick gibt, erklärte der Professor jüngst der Mediengruppe Bayern.