38 Euro Zuschuss pro Monat für Rentner - viele kennen ihn noch nicht
Autor: Alexander Böhm
Deutschland, Sonntag, 31. Mai 2026
Ein monatlicher Zuschuss von 38 Euro kann deine Rente entlasten. Er kommt aber nicht automatisch vom Staat und muss gezielt beantragt werden.
Ein Rentner-Zuschuss in Höhe von 38 Euro klingt zwar eher nach einer staatlichen Rentenleistung, gemeint ist aber eine private Patenschaft, die der Verein "Ein Herz für Rentner" für Senioren mit kleiner Rente anbietet.
Antrag, Prüfung und Auszahlung laufen deshalb anders als bei gesetzlichen Sozialleistungen.
Was ist der monatliche Zuschuss von 38 Euro für Rentner?
Der Rentenzuschuss in Höhe von 38 Euro ist keine Rentenerhöhung und keine Leistung der Deutschen Rentenversicherung. Laut dem Verein Ein Herz für Rentner e.V. handelt es sich dabei um eine Patenschaft, im Rahmen derer die 38 Euro monatlich überwiesen werden können. Du stellst den Antrag direkt beim Verein und nicht bei einer Rentenbehörde.
Der Unterschied ist zentral, weil aus der Patenschaft kein automatischer Rechtsanspruch entsteht. Während Behörden bei der Grundsicherung für Rentner, beim Wohngeld oder bei Krankenversicherungszuschüssen nach gesetzlichen Regelungen entscheiden, nutzt der Verein eigene Kriterien. Die Zahlung hängt davon ab, ob dein Antrag angenommen wird und ob genügend Spendenmittel verfügbar sind.
Der Betrag kann dir im Alltag helfen, wenn deine Rente knapp ist. 38 Euro im Monat ergeben bis zu 456 Euro im Jahr, sofern die Unterstützung regelmäßig ist. Der Zuschuss sollte aber nicht mit einer staatlichen Rentenleistung verwechselt werden, weil er freiwillig vergeben wird.
Wer kann den Rentenzuschuss beantragen?
Nach Angaben von "Ein Herz für Rentner" richtet sich die Hilfe an Senioren ab 66 Jahren, die in Deutschland leben. Außerdem musst du eine deutsche Alters- oder Witwenrente beziehen. Als Richtwert nennt der Verein eine monatliche Rente zwischen 500 und 1300 Euro.
Eine Sonderregel gilt für Frauen ab 70 Jahren, die mindestens zwei Kinder großgezogen haben. Für sie gilt die genannte Mindestrente von 500 Euro laut Verein nicht. Damit berücksichtigt der Verein auch Lebensläufe, in denen Familienarbeit die spätere Rentenhöhe beeinflusst hat.