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120 Millionen im Eurojackpot - bislang floss der XXL-Gewinn oft nach Deutschland


Autor: Christoph Eberle

Deutschland, Montag, 05. Oktober 2026

Am Dienstag geht es beim Eurojackpot um die maximal mögliche Gewinnsumme von 120 Millionen Euro. Das gab es erst zehn Mal – und oft wurde der XXL-Topf in Deutschland geknackt.
120 Millionen Euro werden am 6. Oktober 2026 im Eurojackpot wieder verlost. (Symbolbild)


Bei der Ziehung am Freitag, 2. Oktober, konnte kein Spielteilnehmer den mit rund 106 Millionen Euro gefüllten Jackpot abräumen. Damit steigt der Eurojackpot zur Ziehung am Dienstag, 6. Oktober, auf seine Maximalsumme von 120 Millionen Euro an. Wie die Westdeutsche Lotterie in einer Pressemitteilung schreibt, zum insgesamt erst elften Mal.

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Kurios: Die Lotterie Eurojackpot wird zwar in 19 europäischen Ländern – von Island bis Kroatien und von Finnland bis Griechenland – gespielt. Ging es um den Maximalgewinn, floss dieser aber überdurchschnittlich oft nach Deutschland.

So oft und in diesen Ländern wurde der Rekord-Jackpot bislang geknackt

Bei dem Rekordbetrag von 120 Millionen Euro wurde dabei bisher achtmal an Einzelgewinner ausgezahlt. Davon gaben vier ihre Tippscheine in Deutschland ab:

  • Dänemark (Juli 2022)
  • Berlin (November 2022)
  • Schleswig-Holstein (Juni 2023)
  • Norwegen (Januar 2024)
  • Dänemark (Juni 2024)
  • Baden-Württemberg (Mai 2025)
  • Berlin (September 2025)
  • Tschechien (Mai 2026)

Zweimal wurde der Maximaljackpot laut West-Lotto bislang von mehreren Spielteilnehmern gleichzeitig geknackt: Im April 2024 teilten sich Gewinner aus Nordrhein-Westfalen und Slowenien die 120 Millionen Euro. Im Dezember 2024 gewannen Tipper aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gemeinsam den Jackpot. In beiden Fällen entfielen jeweils 60 Millionen Euro auf die Gewinner.

Wie wahrscheinlich ist der große Geldgewinn?

Um den Hauptgewinn zu knacken, braucht man anders als beim klassischen 6aus49-Lotto nicht sechs Richtige plus Superzahl, sondern fünf Richtige plus zwei Eurozahlen. Die Chance darauf ist aber genau so hoch oder niedrig: Sie liegt bei rund 1:140 Millionen.

Wie unwahrscheinlich das ist, erklärte Mathe-Professor Christian Hesse vom Institut für Stochastik und Anwendungen der Universität Stuttgart kürzlich für inFranken.de:  "Stellen wir uns einen Fußballplatz mit rund 140 Millionen Grashalmen vor. Einer dieser Halme ist rot eingefärbt. Nun werden Ihnen die Augen verbunden und Sie dürfen beliebig über den Platz gehen und sollen mit einem einzigen Griff genau diesen einen roten Halm erwischen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen das gelingt, entspricht ziemlich genau der Jackpot-Chance beim Lotto", sagt er.

Viele Gelegenheitstipper erhöhen auch die Gewinnsumme in Klasse 2

Weil hohe Jackpots auch Gelegenheitstipper anlocken, ist viel mehr Geld im Spiel als sonst. Insofern kann man mit "nur" fünf Richtigen plus Eurozahl auch eine Millionensumme gewinnen. Vorausgesetzt, man muss sich die Summe nicht mit allzu vielen anderen Gewinnern teilen. Statistische Wahrscheinlichkeit: 1:7 Millionen.

Das klingt zwar viel wahrscheinlicher als 1:140 Millionen, ist aber noch immer unwahrscheinlicher, als durch einen Hai-Angriff zu sterben (1:3,7 Millionen) oder vom Blitz erschlagen zu werden (1:3 Millionen).

Lässt sich der Jackpot mit statistischen Tricks knacken?

Auf der Internetseite von Lotto Bayern findet man Eurojackpot-Statistiken von über 500 Ziehungen seit 2012. Hier sieht man beispielsweise auf einen Blick, welche Zahlen am häufigsten und welche am seltensten gezogen wurden. Lässt sich der Jackpot mit solchen statistischen "Tricks" leichter knacken?  Leider nein, wie der Mathe-Professor gegenüber der Mediengruppe Bayern erklärte.

Auch laut Lotterie-Gesellschaft gilt: Für jede der 50 Zahlen und 12 Eurozahlen sei die Chance gleich groß, bei der nächsten Ziehung gezogen zu werden, unabhängig von ihrer bisherigen Häufigkeit. Alle Eurojackpot-Kugeln sind nach Angaben von Lotto Bayern gleich schwer und müssen spätestens nach 1000 Ziehungen ausgetauscht werden.