Druckartikel: Handtücher: So oft muss man sie wirklich wechseln

Handtücher: So oft muss man sie wirklich wechseln


Autor: Michelle Sarafski

Deutschland, Freitag, 30. Januar 2026

Handtücher werden schneller schmutzig, als man denkt. Daher sollten sie regelmäßig gewechselt werden. Doch wie oft eigentlich?
Handtücher sollten regelmäßig ausgetauscht und die schmutzigen gewaschen werden. Für den Wechsel gibt es eine einfache Faustregel. (Symbolbild)


Wenn man seine Hände oder seinen Körper wäscht und sich danach abtrocknet, dann bleibt das Handtuch doch eigentlich sauber, oder? Viele wissen nicht, dass das ein Trugschluss ist und Handtücher sehr wohl beim Abtrocknen schmutzig werden. Denn auch beim Duschen oder Baden bleiben Keime, Schmutz und Hautschuppen auf dem Körper zurück, die beim Abtrocknen vom Handtuch aufgenommen werden. Außerdem kann sich auch Staub auf den Tüchern sammeln, berichtet Öko-Test. Wusstest du übrigens, was hinter den Streifen auf vielen Handtüchern steckt?

Weil Bakterien unsichtbar sind, kann man oft nicht sehen, wie schmutzig ein Handtuch wirklich ist. Ist das Tuch jedoch über einen längeren Zeitraum nass und trocknet bei der hohen Luftfeuchtigkeit im Bad nicht, kann sich Schimmel bilden. Diesen erkennt man sehr deutlich an schwarzen Flecken, die sich auf dem Handtuch bilden. 

Handtücher: So erkennst du Bakterien und Pilze

Eine Sprecherin des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) betont, dass sich im Badezimmer aufgrund der Wärme und Feuchtigkeit Bakterien und Pilze sehr gut vermehren können. Da man die Mikroorganismen schlecht sehen kann, sollte man sich hierbei auf seinen Geruchssinn verlassen. Riechen deine Handtücher muffig, solltest du sie besser austauschen.

Doch nicht nur der Geruch kann unangenehm werden. Durch Schimmel und Pilze können Krankheiten und Allergien entstehen. Insbesondere Pilzinfektionen wie Fußpilz oder Ringelflechte treten häufig durch schmutzige Handtücher auf oder können sich dadurch verschlimmern. Auch Neurodermitis kann durch die Bakterien auf einem ungewaschenen Handtuch verstärkt werden.

Vorsicht auch bei Viren: Im Unterschied zu Bakterien und Pilzen vermehren diese sich nicht auf dem Handtuch. Sie bleiben laut Öko-Test aber trotzdem ansteckend.

So oft solltest du deine Handtücher wechseln

Grundlegend sei das Wechseln der Handtücher von zwei Faktoren abhängig. Erstens: von der Häufigkeit der Nutzung und zweitens: von der Stärke der Verschmutzung. Wer das schlecht beurteilen kann, sollte sich nach einer hilfreichen Faustregel orientieren. Nach circa einer Woche sollte das Handtuch gewechselt und gewaschen werden. Besonders sollte man hier darauf achten, dass das Handtuch schnell und gut getrocknet wird, nachdem es benutzt wurde. Ein Duschtuch sollte außerdem nicht geteilt, also nur von einer Person verwendet werden. 

Wer krank ist, sollte Handtücher noch häufiger wechseln. Dies gelte laut Öko-Test auch für Menschen mit Neurodermitis oder Akne. Hier wird empfohlen, das Handtuch circa alle ein bis zwei Tage zu wechseln.

In der Küche ist der Wechsel abhängig davon, wie oft und von wie vielen Menschen das Küchenhandtuch verwendet wird. Laut BfR kann ein "täglicher Wechsel ratsam sein" kann, je nachdem, wie verschmutzt dieses bei einer sehr häufigen täglichen Nutzung ist. Jedoch kann ein Handtuch in der Küche auch wöchentlich gewechselt werden, wenn es nicht sehr intensiv oder in Verbindung mit "kritischen Lebensmitteln" wie zum Beispiel rohem Fleisch verwendet wird.

Bei wie viel Grad muss man Handtücher waschen?

Um Mikroorganismen effektiv zu töten, sollten Handtücher stets bei 60 Grad gewaschen werden. Außerdem ist es laut Öko-Test sinnvoll, ein Pulvervollwaschmittel zu verwenden, da darin Bleiche enthalten ist, welche die Bakterien ebenfalls tötet. 

Der Waschgang bei 60 Grad ist für Handtücher völlig ausreichend. Nur bei sehr ansteckenden Krankheiten könnte ein Kochwaschgang bei 90 Grad sinnvoll sein, da dieser zusätzlich eine desinfizierende Wirkung hat.