Aus Studien von Wissenschaftlern der Universität Bayreuth und den Empfehlungen verschiedener deutscher Krankenkassen lassen sich die wesentlichen Effekte von Sport auf den menschlichen Körper in folgende Kategorien einteilen:


Herz-Kreislaufsystem

Früher wurde geglaubt, nach einem Herzinfarkt müsse man sich schonen - das Gegenteil ist der Fall: Heute weiß man, dass Sport für Menschen mit Herzproblemen oder Bluthochdruck eine gute Therapie ist. Ideal sind Ausdauersportarten mit kontinuierlichen, rhythmischen Bewegungen, bei denen gleichmäßig geatmet wird und der Puls regelmäßig ist: Walking, Schwimmen, Radfahren, Gymnastik. Besser keine schnellen Ballsportarten und kein Kraftgerätetraining, keine Sportarten mit Belastungsspitzen.


Kopf

Sportler bleiben bis ins hohe Alter geistig fitter als Nichtsportler und haben seltener mit Problemen wie Migräne, chronischer Müdigkeit, Stress und Niedergeschlagenheit zu kämpfen. Bei körperlicher Aktivität wird das Gehirn besser durchblutet, Botenstoffe strömen durch den Körper, Nervenbahnen werden aktiviert, Stress, Anspannung und Ängste abgebaut, allgemein das psychische Wohlbefinden verbessert. Auch die Körperwahrnehmung und das Selbstwertgefühl steigen. Die Konzentrations- und Gedächtnisleistung wird erhalten.


Rücken

Die Symptome einer der großen Volkskrankheiten lassen sich oft mit einfaschen Programmen lindern. Es gibt spezielle Programme wie die Rückenschule als Therapie, die vor allem rückenfreundliches Verhalten im Alltag lehrt. Außerdem werden Wirbelsäulengymnastik, Rücken-Fitness und ähnliche Kurse angeboten, in denen es vor allem darum geht, durch Kraft- und Beweglichkeitsübungen Bauch und Rücken zu stärken. In diese Kategorie zählt auch das Schlingentrainning TRX. Empfohlen werden auch Ausdauer-Sportarten, die zu einer gleichmäßigen Beanspruchung der Rumpfmuskulatur führen: Rückenschwimmen, Kraulen , Nordic Walking, Gymnastik.


Gelenke

Bei Gelenkschmerzen wurde früher geraten, die betreffende Körperpartie zu schonen, heute wird hingegen sanfte Bewegung empfohlen. Bei einer Kniegelenkarthrose stärkt beispielsweise Radfahren den schützenden Muskel, wodurch sich die Beschwerden verringern. Ideal bei Gelenkbeschwerden ist auch Wassergymnastik, denn bei den Bewegungen im Wasser belastet das Gewicht nicht. Grundsätzlich wirkt ein sanftes Krafttraining auch vorbeugend.