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Fünf Schlaftypen: Das sagt dein Schlafverhalten über dich aus


Autor: Maurin Will

Deutschland, Donnerstag, 26. Februar 2026

Vergiss Lerche und Eule. Eine neue Studie aus Großbritannien zeigt: Es gibt "versteckte Schlaf-Untergruppen". Doch was sagen sie über uns aus?
Vergiss Lerche und Eule. Eine neue Studie aus Großbritannien zeigt: Es gibt "versteckte Schlaf-Untergruppen". Doch was sagen sie über uns aus? (Symbolbild)


Ein Mensch schläft etwa ein Drittel seines Lebens. Das sind im deutschen Durchschnitt ganze 24 Jahre und 4 Monate. Eine sehr stolze Zahl. Im Vergleich: Elefanten schlafen gerade mal drei Stunden pro Tag, Pferde sogar nur zwei Stunden. Delfine schalten abwechselnd eine Gehirnhälfte ab, weil sie sonst ertrinken würden. Die Ergebnisse einer Untersuchung aus Großbritannien mit mehr als 27.000 Teilnehmern legt nahe, dass Schlaf weit mehr Einfluss auf unser Leben hat als bisher erwartet. Mithilfe einer ausführlichen Datenanalyse wurden Zusammenhänge zwischen dem Schlafverhalten der Personen und deren Persönlichkeits- sowie Lebensführungsmerkmalen ausgewertet.  

Die Forscher erklären, dass Menschen evolutionär unterschiedliche Schlaf-Wach Rhythmen haben, um das Überleben der Gruppe zu sichern. " Diese zeitliche Spezialisierung ermöglichte komplementäre Wachsamkeitsphasen, wobei morgenorientierte Menschen zu einem geordneten Tagesablauf beitrugen, während Abendorientierte nachts wachsam waren."  Dieses Lerchen-Eulen-Konzept lasse sich aber - so die Erkenntnisse der Studie - in weitere Subtypen unterteilen, von denen jeder "einzigartige Muster in den Gehirn-, Verhaltens- und Gesundheitsprofilen aufweise." 

Studie aus Großbritannien entdeckt 5 neue Schlaftypen - welcher Typ bist du?

Subtyp 1:  Die leistungsfähige Nachteule

Dieser Subtyp wird mit einem risikoreicheren Lebensstil assoziiert. Dazu gehören unter anderem Alkoholkonsum und Rauchen. Im kognitiven Bereich ist dieser Typ allerdings mit schnelleren Reaktionszeiten und besseren Leistungen bei Aufgaben zum Lösen von Rätseln und zum Rechnen mit Ziffern verbunden. Im Bereich der psychischen Gesundheit fällt die leistungsfähige Nachteule mit Reizbarkeit, Müdigkeit und Frustration auf. Insgesamt war dieses Nachtaktivitätsmuster mit riskanten Lebensgewohnheiten, Schwierigkeiten in der Emotionsregulation und einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit verbunden.  Eine andere Studie hat sich in der Untersuchung auf die Persönlichkeitsmerkmale des Nachteulentyps fokussiert. 

Subtyp 2: Die depressive Nachteule

Die Analyse zeigte, dass Subtyp 2 mit Rauchen und Computerspielen sowie mit späten Aufstehzeiten, geringerem Einkommen, seltenerer Teilnahme an Sportvereinen und weniger intensiver körperlicher Aktivität in Bezug auf Lebensstilfaktoren assoziiert ist. Auf gesundheitlicher Ebene ist dieser Typ mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Menschen aus dieser Gruppe nehmen häufiger Antidepressiva und zeigen Veränderungen in der Gehirnstruktur, die für unsere Kommunikation verantwortlich ist. 

Subtyp 3: Die gesunde Lerche 

Gesunde Lerchen konsumieren zwar mehr Fernsehen als andere Typen, trinken aber nur wenig Alkohol und verzichten weitestgehend auf das Rauchen. Bezüglich der Berichte zur psychischen Gesundheit war dieser Lebensstil positiv mit stärkeren Gefühlen von Nervosität und Besorgnis verbunden, jedoch nicht mit anderen Problemen der Emotionsregulation oder risikoreichem Verhalten. Ein insgesamt risikoärmerer Typ mit den wenigsten gesundheitlichen Beschwerden. 

Subtyp 4: Die bedrückte Frühaufsteherin

Dieser Subtyp hängt in der Analyse der Forschenden mit niedrigeren Testosteronwerten und dem Fehlen von Haarausfallmustern zusammen. Es ist somit ein überwiegend weiblicher Schlaftyp. Er ist durch Morgenaktivität, aber auch durch Depressionsphänomene gekennzeichnet.

Subtyp 5: Der Abendmann

Ein vor allem männlicher Typ. Anders als Subtyp 4 hängt der Abendmann positiv mit Haarausfall und einem erhöhten Testosteronspiegel zusammen. Er wird außerdem mit Alkohol-, Zigaretten- und Cannabiskonsum assoziiert.  Eine negative Korrelation gab es dafür mit Depressionsymptomen.