• Wadenkrämpfe: So entstehen sie,  das kannst du dagegen tun
  • So hilft Magnesium gegen Krämpfen
  • Magnesiummangel kann durch die richtige Ernährung vorgebeugt werden
  • Tipps gegen Wadenkrämpfe

Plötzlich auftretende Muskelkrämpfe in den Waden sind unangenehm und schmerzhaft. Die Einnahme von Magnesium gilt als effektives Mittel gegen die Krämpfe. Doch warum eigentlich? Hier erfährst du, wie Wadenkrämpfe entstehen, welche Rolle der Mineralstoff Magnesium dabei spielt und was du tun solltest, wenn du unter Krämpfen leidest. 

So entstehen Wadenkrämpfe

Muskelkrämpfe in den Waden sind meist kein Grund zur Beunruhigung. Oft stecken harmlose Ursachen dahinter. Ein häufiger Auslöser ist beispielsweise Magnesiummangel, der von verschiedenen Faktoren hervorgerufen werden kann: 

  • Überanstrengte Muskeln 
  • Ein Mineralstoff- und/oder Flüssigkeitsdefizit, etwa aufgrund von Schweißverlust 
  • Ein veränderter Elektrolythaushalt in der Schwangerschaft oder im Alter
  • Erhöhter Alkoholkonsum

Doch auch Krankheiten können die Krämpfe auslösen. Wadenkrämpfe deuten manchmal auf chronische Stoffwechselerkrankungen, eine Nierenschwäche oder eine Nervenerkrankung hin. Auch Mangelerscheinungen, die etwa durch Infekte oder Alkoholsucht bedingt sein können, zählen zu möglichen Entstehungsgründen. Muskelkrankheiten sind dagegen eher selten für die Krämpfe verantwortlich. Sind die Krämpfe krankheitsbedingt, treten sie in der Regel auch an anderen Stellen des Körpers sowie mit weiteren Begleitsymptomen auf. Dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, der die Behandlung an die jeweilige Ursache anpasst.

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So hilft Magnesium bei einer Mangelerscheinung

Ist ein Magnesiummangel verantwortlich für die Schmerzen, sollten die Depots wieder aufgefüllt werden. Denn Magnesium spielt eine wichtige Rolle für den Stoffwechselhaushalt: Es hilft dabei, dass bestimmte biochemische Reaktionen im Körper ablaufen können und beeinflusst damit die Regulation von Muskelaktivität, Knochenaufbau und Nervensystem. Fehlt dieser Stoff, können Muskeln nicht mehr richtig entspannen und verkrampfen leichter. In diesem Artikel kannst du nachlesen, welche Symptome neben Wadenkrämpfen noch auf einen Magnesiummangel hindeuten können. 

Bei einer Mangelerscheinung reicht eine magnesiumhaltige Ernährung nicht mehr aus. Am effektivsten kann die Unterversorgung durch Magnesiumpräparate aus der Apotheke ausgeglichen werden. Empfohlen wird eine Dosis zwischen 200 und 400 mg pro Tag während eines Zeitraumes von etwa ein bis zwei Wochen. Unter Umständen - etwa bei Sportlern, Jugendlichen, Schwangeren oder stillenden Müttern - kann auch eine höhere Dosierung sinnvoll sein. Schon nach ein bis zwei Tagen treten erste Wirkungen ein. 

Doch wie findet man das richtige Produkt? Die Deutsche Apothekerzeitung rät, die Entscheidung von verschiedenen Faktoren abhängig zu machen: Präparate, in denen Magnesium in organischer Form enthalten ist, sind zwar oft teurer, aber wirksamer als solche, die Magnesium in Form eines Salzes beinhalten. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Dosierung weder zu hoch noch zu niedrig ist und dass du ein Präparat wählst, das du gut einnehmen kannst. Die Auswahlmöglichkeiten sind von Brausetabletten über Kapseln bis hin zu Micropellets ziemlich groß - im Zweifelsfall kann dich ein Apotheker beraten. 

Magnesiummangel durch Ernährung vorbeugen

Um zu verhindern, dass Mangelerscheinungen überhaupt erst auftreten, hilft eine magnesiumreiche Ernährung. Folgende Lebensmittel enthalten von Natur aus viel Magnesium: 

  • Milchprodukte: Käse
  • Getreide: Haferflocken, Hirse, ungeschälter Reis, Weizenkeime, Sojaprodukte
  • Gemüse: Karotten, Kartoffeln, Spinat, Rosenkohl
  • Obst: Bananen, Kirschen, Pflaumen 
  • Kakao und Schokolade 

Auch magnesiumhaltige Mineralwässer eignen sich gut, um einem Mangel vorzubeugen. Idealerweise solltest du sie zeitgleich zur Nahrungsaufnahme trinken - so kann der Körper das Magnesium am besten durch den Magen-Darm-Trakt aufnehmen.

Vier Tipps gegen Wadenkrämpfe

Wenn es zu einem Wadenkrampf kommt, kann auch das Wissen über Ursache und langfristige Behandlungsmöglichkeiten den akuten Schmerz nicht lindern. Dann hilft es, den betroffenen Muskel zu beruhigen. Das geht beispielsweise, indem du 

  • die Stelle aktiv dehnst: Setze dich dafür hin, strecke das Bein aus und ziehe die Zehen zu dir heran. Halte die Position so lange, bis der Schmerz in der Wade nachlässt. 
  • den schmerzenden Muskel massierst.
  • die Wade mit einem Entspannungsbad, Kirschkernkissen oder anderen Hilfsmitteln wärmst.
  • ein paar Schritte gehst.

Höre auf deinen Körper und belaste den Muskel erst wieder, wenn sich der Krampf gelöst hat.

Fazit

Die Behandlung von Wadenkrämpfen richtet sich nach der Ursache. Daher hilft Magnesium nicht in jedem Fall. Entstehen die Krämpfe jedoch aufgrund eines Magnesiummangels, ist es unverzichtbar, die Depots wieder aufzufüllen - beispielsweise durch Präparate aus der Apotheke. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, eignet sich eine magnesiumreiche Ernährung, etwa durch Milchprodukte, bestimmte Getreide-, Obst- oder Gemüsesorten sowie Schokolade oder Kakao. 

In akuten Schmerzsituationen können Soforthilfemaßnahmen in Form von Dehnübungen, Massage, Wärme und leichter Bewegung für schnelle Entspannung sorgen.

 

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