Zugegeben, das Szenario klingt jetzt nicht unbedingt realistisch: Durch einen Leoparden-Biss wird eine tödliche Infektionskrankheit auf den Menschen übertragen, besonders Jugendliche stecken sich an. Die Krankheit verbreitet sich rasend schnell über den Erdball, zahlreiche Menschen sterben. Die Politik muss reagieren - effektiv und effizient.

Hinter diesem Szenario steht natürlich die Frage, wie die Länder weltweit reagieren sollen, wenn sich eine Situation wie mit dem Coronavirus wiederholt, nur mit noch tödlicheren Folgen. Denn dass Corona die letzte Pandemie der Menschheitsgeschichte ist, davon gehen selbst die größten Optimisten nicht aus. 

Fiktive Krankheit - mit echtem Vorbild

Wie der Kampf gegen weltweite Gesundheitsrisiken zu gewinnen ist, darüber beraten am Donnerstag die Gesundheitsminister der sieben führenden Wirtschaftsnationen (G7) Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten in Berlin. Um den Ernstfall durchzuspielen, haben sich die Experten die fiktiven "Leoparden-Pocken" ausgedacht - so berichtet es die Bild. Dies ist zumindest etwas irritierend - schließlich warnt die WHO und das Robert-Koch-Institut derzeit tatsächlich vor der Ausbreitung der Affenpocken

Künftige Pandemien müssten schneller erkannt und in engerer Abstimmung eingedämmt werden, hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) als Gastgeber vorab deutlich gemacht. Weiteres Thema des zweitägigen Treffens sollen zunehmende Gesundheitsprobleme infolge des Klimawandels sein. Zudem geht es um einen stärkeren Kampf gegen Antibiotikaresistenzen, also dass Antibiotika bei Behandlungen nicht mehr anschlagen.

Vorgesehen ist auch eine gemeinsame Sitzung mit den Entwicklungsministerinnen und -ministern. Deutschland hat in diesem Jahr den Vorsitz der G7-Gruppe, auf einer eigenen Seite gibt die Bundesregierung bekannt, was die Ziele in diesem Zeitraum sind. rowa/mit dpa