"Woanders verhungern Menschen": Wirt sorgt mit 700-Euro-Cordon-bleu für Staunen
Autor: Strahinja Bućan
Millstatt, Freitag, 06. Februar 2026
Bei dem Preis bleibt einem die Spucke weg: Ein österreichischer Wirt verkauft ein Cordon bleu für knapp 700 Euro. Hintergrund ist ein irrer Wettstreit.
Hohe Preise für Schnitzel in allen Variationen sorgen bei Restaurantgästen immer wieder für hohen Blutdruck. Ein Wirt aus Österreich treibt den Preis-Wahnsinn nun aber auf die Spitze - er verkauft nun ein Cordon bleu für sage und schreibe 699 Euro. Darüber berichtete zunächst der österreichische Fernsehesender oe24 Anfang dieser Woche.
Grund für den hohen Cordon-bleu-Preis im "Peppino" in Millstatt am malerischen Millstätter See in Kärnten sind die Zutaten - alles "high-end", wie Wirt Stefan Lercher gegenüber oe24 angibt. Das Fleisch stammt demnach vom japanischen Wagyu-Rind - statt mit schnödem Gouda setzt sich die Füllung aus Brie de Meaux vom Käsemacher Bernard Antony und hauseigenem Sauspeck zusammen. Das Highlight im panierten Edel-Fleischlappen sind echte Perigord-Trüffel aus Frankreich. Allein die 200 Gramm Fleisch kommen auf einen Einkaufspreis von rund 340 Euro - " im Jahr stehen nur knapp 5000 Rinder zur Verfügung", erklärt Lercher.
Am Luxus-Schnitzel scheiden sich die Geister - Gericht für fast 700 Euro
Warum der Wirt das Luxus-Cordon-bleu überhaupt auf der Speisekarte hat liegt laut oe24 an einem kuriosen Wettstreit. Den liefert sich das "Peppino" mit dem Haubenrestaurant "Spelunke" in Wien. Bisher lag dort der Preisrerekord, die Inhaber verkauften nämlich ihr "Kaiser Franz"-Schnitzel für 395 Euro. Auch da kommt das Fleisch vom Wagyu-Rind, das laut Speisekarte in "goldbrauner Perfektion" ausgebacken wurde. Passend dazu gibt es als Beilage 23-karätiges Blattgold, Zitronenparfum, Royal Caviar Imperial Auslese, Preiselbeeren, zarten Babyerdäpfeln und Salatherzen. Anders geht es übrigens auch - ein österreichischer Wirt bietet in besonderen Menüs sein Schnitzel für unter zehn Euro an.
Ist das 699-Euro-Cordon-bleu aber auch ein Verkaufsschlager am Millstätter See? Verkauft habe er bisher"vier Stück im Vorjahr und fünf weitere an diesem Wochenende", so "Peppino"-Wirt Lerchner. Noch seinen 18 Portionen vorrätig, die stünden schockgefroren für seine Kunden bereit. Wo es übrigens das beste Schnitzel in Franken gibt, das haben unlängst unsere Leser entschieden.
Auf der Instagram-Seite des Betriebs hat das Luxus-Angebot vor allem für negative Kommentare gesorgt. "Wo anders verhungern Menschen", schreibt ein Follower von den "letzten Tagen des Römischen Reiches" schreibt ein anderer. Manche Kommentare sind noch viel härter.
Ein User nennt das Angebot eine "absolute Frechheit" und attestiert den beiden Luxus-Köchen - garniert mit so einigen weiteren Kraftausdrücken -, dass sie "nicht ganz sauber" seien.