Wasser ist nicht gleich Wasser: Ist Mineralwasser besser als Tafelwasser?
Autor: Tamara Schneider
Deutschland, Dienstag, 20. Januar 2026
Mineralwasser, Tafelwasser und Leitungswasser stehen oft zur Auswahl. Unterschiede liegen in strengen Vorschriften und im Gehalt wichtiger Mineralstoffe.
- Mineralwasser vs. Tafelwasser: Das musst du zu den Unterschieden wissen
- Gut für die Gesundheit: Deswegen benötigst du Mineralstoffe
- Qualität und Preis: Worauf du beim Kauf achten solltest
Mineralwasser, Tafelwasser oder Leitungswasser – es gibt viele Varianten, die du kaufen kannst, um deinen Durst zu löschen. Die meisten unterscheiden sich in Herkunft, Herstellung und gesetzlichen Anforderungen. Aber ist Mineralwasser wirklich besser als Tafelwasser? Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede und jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Wassersorten.
Mineralwasser vs. Tafelwasser
Mineralwasser wird oftmals als Qualitätsbezeichnung genutzt. Und in der Tat hat Mineralwasser eine besondere Herkunft. Es stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und wird direkt am Quellort abgefüllt. Es ist als einziges Getränk in Deutschland ein amtlich anerkanntes Lebensmittel und muss daher bestimmte geologische, chemische und mikrobiologische Anforderungen erfüllen. Die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung schreibt zudem vor, dass die natürliche Zusammensetzung der Mineralstoffe unverändert bleiben muss – sie darf also nicht künstlich verändert werden.
Im Gegensatz dazu liegen die Fakten beim Tafelwasser etwas anders. Es ist kein Naturprodukt. Es darf aus Trinkwasser, Mineralwasser, Meerwasser oder weiteren Quellen bestehen und kann auch gemischt werden. Zusätzlich darf Tafelwasser mit Mineralstoffen und Kohlensäure angereichert werden. Die Herstellung ist an keinen bestimmten Ort gebunden, und es benötigt keine amtliche Anerkennung. Überdies kann es industriell produziert und abgefüllt werden.
Beide Wasserarten unterliegen der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung, die Herstellung, Behandlung und Kennzeichnung regelt. Während Mineralwasser hohe Anforderungen an Reinheit und Herkunft erfüllt, gibt es beim Tafelwasser keine verpflichtenden Mindestanforderungen an Mineralstoffgehalte. Bei beiden müssen natürlich die allgemeinen Hygienestandards eingehalten werden. Trinkst du lieber Leitungswasser, kannst du das unbesorgt tun. Die Trinkwasserverordnung regelt hier die Qualität und prüft auf Hygienestandards.
Gut für die Gesundheit
Wenn du im Restaurant vor der Wahl zwischen Tafelwasser und Mineralwasser stehst, solltest du wissen, dass es auf den Mineralstoffgehalt ankommt. Oft wird angenommen, Mineralwasser enthalte automatisch mehr Mineralstoffe als Tafelwasser. Das ist jedoch ein Irrtum. Mineralwasser muss keine bestimmte Mindestmenge an Mineralstoffen enthalten, um so bezeichnet zu werden. Je nach Quelle kann der Gehalt an Kalzium, Magnesium oder anderen Spurenelementen sehr unterschiedlich sein.
SodaStream direkt bei Amazon.de - jetzt ansehenHäufig fällt diese sogar niedriger aus als bei Leitungswasser. Da Tafelwasser mit Mineralstoffen angereichert werden darf, kann auch dieses bestimmte Mineralien enthalten. Allerdings variiert der Gehalt der Mineralstoffe je nach Wassermarke stark und ist auch bei Tafelwassern unterschiedlich. Hierbei ist der Mineralstoffgehalt nicht natürlich vorhanden, sondern wird künstlich hinzugefügt. Laut Verordnung sind keine natürlichen Herkunftswerte garantiert, das heißt, der Mineralstoffgehalt kann je nach Marke schwanken.