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Ungesunde Kinder-Snacks? Verbraucherzentrale warnt vor tückischer Aufschrift


Autor: Strahinja Bućan

Deutschland, Dienstag, 05. Mai 2026

Eltern sollten beim Kauf von Kinder-Knabbereien lieber zweimal schauen. Denn viele Produkte enthalten zu viel Salz.
Ungesunde Kinder-Snacks? Verbraucherzentrale warnt vor tückischer Aufschrift


Snacks für Kinder sollten eigentlich möglichst gesund sein. Dennoch kann man bei vielen Knabbereien für die Kleinen in die Salz-Falle tappen - und merkt das erst einmal gar nicht. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt nun, worauf man beim Einkauf achten sollte.

Die Konsumentenschützer haben in einem großen Produkttest Ende April 30 Snackprodukte für Kinder in Drogerien und Supermärkten eingekauft - allesamt mit einer Packungsgröße zwischen 30 und 150 Gramm. Chips, Süßwaren und Produkte für Kleinkinder wurden dabei nicht berücksichtigt. Das Ergebnis: Beim Salzgehalt sind viele der Produkte hart an der Grenze. 

Knabber-Snacks für Kinder - oft eine Salz-Falle

Im Schnitt kamen die getesteten Knabbereien auf einen Salzgehalt von 1,92 Gramm auf 100 Gramm - der Spitzenreiter kam sogar auf einen Gehalt von 2,8 Gramm auf 100 Gramm. Das übersteigt die empfohlene Tagesdosis von 2 Gramm für Kinder von 1 bis 3 Jahren. Für Kinder von 4 bis 6 Jahren werden wiederum 3 Gramm Salz empfohlen. Übrigens sorgte derzeit ein salziger Kaffee-Trend für Kopfschütteln bei Experten

Kritik übt die Verbraucherzentrale unter anderem an der Verpackungsgröße. Vor allem kleinere Verpackungen deuten an, dass es sich beim ganzen Inhalt um eine Portion handelt. Dem ist aber oft nicht so, die Portionen sind deutlich kleiner berechnet. Wenn Kinder also eine ganze Tüte der Knabberei essen, überschreiten sie die empfohlene Menge recht schnell.

Abgesehen davon warnen die Verbraucherschützer vor der Aufschrift "ohne Aufstreusalz". Diese würden den Eindruck vermitteln, dass gar kein Salz in dem jeweiligen Produkt enthalten sei. Was aber fast nie in den getesteten Produkten zu finden sei, sei Jodsalz. "Bei 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen besteht laut Bundesinstitut für Risikobewertung das Risiko einer zu geringen Jodaufnahme. Jod ist für die Bildung von Schilddrüsenhormonen und die Gehirnentwicklung von Kindern sehr wichtig", heißt es dazu von der Verbaucherzentrale.