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Schwere Vorwürfe gegen KFC wegen neuem Döner: "Kunden irritiert"


Autor: Daniel Krüger

Bielefeld, Dienstag, 21. April 2026

KFC verkauft jetzt Döner - und hat damit für mächtig Wirbel gesorgt. Der Chef einer Kebab-Kette erhebt heftige Vorwürfe gegen den Fast-Food-Riesen.
Bei KFC gibt es jetzt speziellen Döner. Das gefällt nicht jedem.


Im Konflikt um Markenrechte an einem Hühnchen-Gericht legt sich eine Bielefelder Dönerkette mit dem US-Unternehmen Kentucky Fried Chicken (KFC) an. Das Bielefelder Unternehmen trägt den Namen Krispy Kebab – genau wie das Gericht, das KFC kürzlich eingeführt hat.

"Die nutzen einfach unseren Namen, den ich seit fast zehn Jahren mühsam als Marke aufgebaut habe", erklärt der Chef der 2017 gegründeten Dönerfirma, Sergen Kolcu, der dpa in Bielefeld. "Die wussten, dass es uns gibt – und trotzdem bringen sie das einfach auf den Markt." Zuvor hatte die Bild berichtet.

"Alles nur geklaut": Werbevideo zum KFC-Döner gibt Rätsel auf 

Bemerkenswert sei, dass KFC sein Produkt mit K schreibe und nicht mit C als "Crispy", wie es KFC bei anderen Gerichten gemacht habe. Er habe KFC aufgefordert, dies zu unterlassen. Sollte das nicht geschehen, werde er rechtliche Schritte einleiten.

Er habe sich "Krispy Kebab" markenrechtlich schützen lassen. Kurios ist zudem ein Werbevideo von KFC, in dem der neue KFC-Döner zur Musik des Prinzen-Songs "Alles nur geklaut" vorgestellt wird. Kebab gebe es schon sehr lange und nun endlich auch bei KFC, wird in dem Lied gesungen. Dönerbuden-Betreiber Kolcu stößt dieses Werbevideo sauer auf - nach seinem Verständnis ist der Name des KFC-Gerichts tatsächlich "geklaut". KFC Deutschland hingegen teilt mit, dass man einen "vermeintlich frechen Klau" nicht im Sinn gehabt habe.

"Der Produktname ist im Zuge einer internationalen Entwicklung entstanden und wird in vielen europäischen Märkten verwendet", erklärt das Unternehmen. "Klar ist trotzdem: Wir wollen keinen Beef – unser Fokus liegt bekanntlich auf Chicken." Das englische Wort Beef bedeutet Rindfleisch, außerdem steht es umgangssprachlich für "Streit".

"Haben für Markennamen bezahlt": Chef von "Krispy Kebab" ist stinksauer

Kolcu hat Krispy Kebab 2017 ins Leben gerufen, um nach eigenen Angaben "Berliner Döner" in die Stadt zu bringen, die Firma betreibt zwei Dönerläden in Bielefeld. Zudem gibt es noch 16 weitere Krispy-Kebab-Standorte, die von Franchisenehmern geführt werden. "Die Franchisepartner haben für den Markennamen bezahlt und es gilt Gebietsschutz, dass es bei Ihnen sonst keinen anderen Krispy Kebab gibt", sagt der 29-jährige Unternehmer. Immer mehr Döner-Imbisse in ganz Deutschland werben damit, echten "Berliner Döner" zu verkaufen - woran man diesen erkennt.

Video:




Die Kundschaft drohe nun teilweise zu KFC abzuwandern - in der Annahme, dass es bei KFC denselben Krispy Kebab gebe wie bei der Dönerkette. "Die Kunden sind irritiert und fragen, ob wir mit KFC kooperieren." Dem sei aber nicht so. Für so eine Kooperation zeigte sich Kolcu grundsätzlich offen. Man könne den "Krispy Kebab" ja zusammen machen, "mit einer Soße von uns oder so".

Ein erstes Gespräch zwischen beiden Parteien verlief am Montag nach Angaben von Krispy-Kebab-Chef Kolcu ergebnislos. Man habe noch keinen gemeinsamen Nenner gefunden, so der Firmengründer. Von KFC hieß es: "Mal schauen, was hier noch gemeinsam möglich ist."

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