Streuobstpakt zur Erhaltung der Biodiversität: So hoch ist die Bedeutung von Streuobst in Bayern
Autor: Fränkische Rezepte
, Dienstag, 10. Oktober 2023
Der jahrhundertealte Streuobstanbau in Bayern ist für die Kulturlandschaft essentiell, doch die Bestände sind rückläufig und oft gefährdet. Wie ein Pakt nun
Der jahrhundertealte Streuobstanbau in Bayern ist für die Kulturlandschaft essentiell, doch die Bestände sind rückläufig und oft gefährdet. Wie ein Pakt nun dabei helfen soll dies zu verhindern und wie leidenschaftlich eine Familie aus Franken dieses Vorhaben unterstützt, erzählen wir in diesem Beitrag.
Bildquelle: StMELF
Der Streuobstpakt: 1 Million zusätzliche Streuobstbäume
Um den Rückgang der Streuobstbestände in Bayern auf zu halten und das kostbare Natur- und Kulturerbe lebending zu halten, bedarf es einer umfassenden Initiative. Dieser Aufgabe hat sich die Bayerische Staatsregierung angenommen und den sogenannten Streuobstpakt ins Leben gerufen. Damit trägt die Regierung maßgeblich zum Erhalt des traditionellen Obstanbaus bei. Das ambitionierte politische Ziel ist es bis 2035 eine Million zusätzliche Streuobstbäume im Freistaat zu pflanzen.
Unterstützt wird das Projekt von leidenschaftlichen Obstbauern, die kreativ sind und köstliche Produkte aus Streuobst herstellten. Eine fränkische Familie ist Teil dieser Unterstützer. Familie Schättler aus Wiesentheid verarbeitet das Obst der eigenen Wiesen zu hochwertigen Bränden, Weinen, Säften und Likören und setzt sich damit leidenschaftlich für den Erhalt unserer Artenvielfalt und Biodiversität ein.
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Erfahre mehr über den StreuobstpaktDer Beitrag einer fränkischen Familie zum Streuobstpakt
Seit über 25 Jahren legen die Schättlers Streuobstwiesen in Franken zum Schutz des Ortolans an. Der zuvor betriebene klassische Ackerbau musste weichen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das anfangs noch kleine Naturschutzprojekt sehr schnell zu einer Nachhaltigkeitsphilosophie. Es wurden immer mehr Streuobstbäume gepflanzt und somit verwilderte Streuobsthecken und -wiesen wiederbelebt. Oberste Prämisse war und ist es, dem weit fortgeschrittenen Sterben der Artenvielfalt und Biodiversität entgegenzuwirken. So hat die Familie ein nachhaltiges Bewässerungssystem entwickelt, um den langfristen Wasserbedarf eines solchen Streuobstbaumes in der fränkischen Toskana zu decken. „Wir nutzen unsere langjährige Erfahrung und planen in den nächsten Jahren noch weitere Projekte. Somit wollen wir unseren Beitrag zu einer „Cradle to Cradle“, also einer durchgängigen und konsequenten Kreislaufwirtschaft leisten. Denn nur, wenn wir bewusst und sparsam mit unseren Ressourcen umgehen, ist es möglich, dass nachfolgende Generationen ähnliche Möglichkeiten haben“, erklärt Christian Schättler, der mit seinem Bruder Leon den Betrieb in dritter Generation führt.
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