Rezepte der Kindheit: 80er Jahre
Autor: Fränkische Rezepte
, Samstag, 25. Februar 2023
Rezepte der Kindheit: 80er Jahre
Die 80er Jahre waren geprägt von Chaostagen, der Umweltbewegung und schließlich dem Fall der Berliner Mauer. Doch auch beim Thema Essen hatte das Jahrzehnt einiges zu bieten. Begebt euch zusammen mit uns auf eine kulinarische Zeitreise in die 1980er Jahre und findet heraus, was Jugendliche mit Vokuhila-Frisur und Zauberwürfel in der Hand damals am liebsten aßen.
Die Trends der 80er Jahre
Modisch hatten die 80er Jahre einiges zu bieten: Ballonröcke, Karottenhosen und Schulterpolster dominierten die Kleiderschränke der damaligen Zeit. Man trug neonfarbene Stirnbänder und weiße Tennissocken, aber auch Cowboyspiele während man an einem neonfarbenen Zauberwürfel herumhantierte. Auch wilde Frisuren waren im Trend: Der Vokuhila wurde vermehrt von jungen Männern getragen, während sich die Frauen die Haare toupierten und dosenweise Haarspray verbrauchten.
Während in den 60er und 70er Jahren noch deutliche kulinarische Trends zu erkennen waren, war das Jahrzehnt der 80er Jahre gespaltener denn je. Es teilte sich in mehrere Gruppen auf, die entweder ihr Essen an Schnellimbissen genossen, oder sich nur durch hochqualitative Lebensmittel ernähren wollten. Während die Jugendlichen immer öfter zu Mc Donalds gingen, entdeckten die Erwachsenen Tiefkühlprodukte. Trotzdem gab es einige Rezepte, die einfach kult waren und damit verschiedene Altersgruppen vereinten.
Wer an kultiges Essen in den 80er Jahren denkt, spricht oft zuerst von beliebten Süßigkeiten, von denen mittlerweile viele gar nicht mehr erhältlich sind. Besonders beliebt waren damals Kaugummizigaretten, Langnese-Eis, Knister- und Knallbrause, Eiskonfekt, Raider, Nappo und Hubba Bubba Kaugummi.
Typische Nascherei der Achtziger
Natürlich wurde in den 80er Jahren auch ausgiebig genascht. Für alle Schoko-Liebhaber gab es damals den kalten Hund, einen Kuchen aus Schokoladencreme und geschichteten Butterkeksen. Heute wäre der Kuchen unter dem Namen „No Bake Cake“ bekannt, da man für seine Zubereitung keinen Ofen benötigt.
Das Rezept stammte damals von einer deutschen Keksfirma, die schon 1920 versuchte, ihre Kekse mit diesem besonderen Rezept zu vermarkten. Richtig etabliert hat sich der Kalte Hund allerdings erst in den Achtzigern. In den 60er Jahren war der Kuchen unter dem Namen „Kellerkuchen“ bekannt, da man ihn über Nacht zum Abkühlen in den Keller stellen sollte.
Kalter HundKalter Hund
Die Süßspeise hat außerdem noch viele weitere Namen: Kekstorte, Kalte Torte, Kalte Schnauze, Schwarzer Hund, Schokoladensalami und Kalter Igel. Wie beim Namen könnt Ihr auch die Zutaten variieren.