Qualität aus der Heimat: Kürbis, Holunder, Fichtenspitzen und weitere Spezialitäten
Autor: Fränkische Rezepte
, Montag, 06. Sept. 2021
anaumenko – stock.adobe.com
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Der Übergang zwischen Sommer und Herbst beschert uns nicht nur abwechslungsreiches Wetter zwischen Sonnenschein und Regenguss, sondern auch viele kulinarische Spezialitäten. Aus fruchtig-frischen Alleskönnern wie Holunder und Fichtenspitzen lassen sich zum Beispiel Säfte, Sirups und Gelees zaubern. Auch die ersten bunten Kürbisse kann man schon bald auf den Feldern und in Gärten entdecken. Der herbstliche Klassiker lässt sich zu deftigen Produkten von Ölen bis hin zu Kürbiskern-Snacks verarbeiten, schmeckt aber auch als Marmelade.
Kürbis, Fichte und Holunder fühlen sich wohl in Bayern
Beim Kürbisanbau gilt Bayern als größtes Anbaugebiet in Deutschland: Im Jahr 2018 bauten 344 Betriebe auf 983 Hektar ihre Zier- und Speisekürbisse sowie Ölkürbisse an. Die enorme Vielfalt an Kürbissen wird anhand ihrer Nutzung unterschieden: Zierkürbisse sind besonders reich an dem giftigen Bitterstoff Cucurbitacin und dienen daher ausschließlich der Dekoration. Speisekürbisse enthalten den Bitterstoff nicht und werden deshalb zum Kochen und Backen verwendet. Ölkürbisse haben ölhaltige Kerne, aus denen das Kürbiskernöl gewonnen wird. Aber auch Holunder und Fichte sind typisch für Franken und die Oberpfalz. Viele Bauern und Bäuerinnen bauen aufgrund der vorhandenen Nachfrage bei Verbraucher*innen wieder selbst Holunder an. Und die Fichte gilt sogar als wichtigste Baumart in Bayern.
Deftige und süße Spezialitäten aus der Region
Die Leckereien, die aus Kürbis, Holunder und Fichtenspitzen gewonnen werden können, sind vielfältig. Viele der teilweise einzigartigen Produkte kann man nur bei den Erzeuger*innen selbst oder auch in ihren Online-Shops finden. Einfach mal die Augen offenhalten! Wir stellen heute zusammen mit “Original Regional aus der Metropolregion Nürnberg” ausgewählte Produkte vor. Einige davon findet ihr auch auf der Kulinarischen Landkarte:
Kürbiskern-Knusperstückchen
Kürbiskerne auf dem Salat oder im Brot kennen wir alle. Doch Kürbiskerne als Snack am Abend auf der Couch? Das ist neu! Die kleinen Kerne werden dazu in liebevoller Handarbeit in einer Panade gebacken und anschließend mit Kräutern in verschiedenen Geschmacksrichtungen gewürzt. So kann man aus Sorten wie Knoblauch, Chili, Curry, Tomate-Rosmarin oder Hanf-Kräuter der Provence seinen Favoriten auswählen. Die Knusperstückchen sind nicht nur lecker, sondern auch voller Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
Kürbiskernsalz
Auch das Kürbiskernsalz bringt Abwechslung in den Speiseplan. Dabei wird das Salz mit verarbeiteten, gemahlenen und entölten Kürbiskernen angereichert. Die Kürbiskerne, die dafür verwendet werden, entstehen während des Pressens von Kürbiskernen zu Öl. Dadurch ist dieses Produkt auch noch richtig nachhaltig, denn der Kern kann so komplett verwertet werden. Das Kürbiskernsalz wird in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Bratkartoffel, Chili, Knoblauch oder Tomate angeboten. Dadurch kann man es zum Verfeinern verschiedenster Gerichte verwenden. Besonders gut passt es natürlich zu Kürbisgerichten sowie zu Suppen, Quiches und vielem mehr.
Holundersirup
Sowohl Holunderblüten als auch die -beeren lassen sich hervorragend verarbeiten. Ein echter Klassiker ist der Holundersirup, der besonders wegen seiner Vielfältigkeit beliebt ist. Man kann ihn mit Wasser als erfrischende Schorle genießen, er schmeckt aber auch in Proseccos als süßer Aperitif oder als Beigabe zu Desserts. Aufgrund des hohen Zuckergehalts ist der Holundersirup sehr lange haltbar und kann, richtig gelagert, bis zum nächsten Sommer aufgehoben werden.