Matschig? Angebrannt? Versalzen? Mit diesen Tipps rettest du dein Weihnachtsessen
Autor: Fränkische Rezepte
, Mittwoch, 16. Dezember 2020
©yolya_ilyasova - stock.adobe.com
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Wer an Weihnachten Gäste zum Essen geladen hat, möchte selbstverständlich, dass alles perfekt ist. Doch das ist gar nicht so einfach, denn so ein Weihnachtsfest kann ganz schön stressig sein. Der Tisch muss gedeckt und die Wohnung ordentlich sein. Die Kinder wollen bespaßt und die Gäste empfangen werden. Ehe man sich versieht, kann da schon einmal etwas schief gehen in der Küche. Da hilft oft die beste Planung nicht. Doch keine Angst, in den meisten Fällen ist noch einiges zu retten. Mit unseren SOS-Tipps für das Weihnachtsmenü braucht ihr euch keine Sorgen mehr machen.
Die Vorspeise – es lässt sich alles strecken
Zur Vorspeise hast du eine leckere Suppe geplant. Das ist perfekt, die kannst du schon am Tag zuvor zubereiten und musst sie dann am Weihnachtstag nur noch aufwärmen, dachtest du dir. Doch dann kommt alles anders, nicht? Nach dem Aufwärmen probierst du die Suppe noch einmal und stellst mit Schrecken fest, dass sie total versalzen ist. Doch bevor du nun totunglücklich alles in den Abfluss gießt, schaue dir lieber erst einmal unseren SOS-Tipp an.
Versalzene Suppe:
Wem ist das nicht schon einmal passiert. Vor lauter Liebe zum Kochen und Enthusiasmus ist die Suppe völlig überwürzt und schmeckt total salzig. Was jetzt hilft ist Strecken. Erst die Finger, dann die Suppe. Je nachdem, um welche Art von Suppe es sich handelt, lässt sie sich mit der richtigen Menge an Flüssigkeit neutralisieren. Bei Creme-Suppen kannst du den Geschmack mit zusätzlicher Milch oder etwas Sahne ausgleichen. Bei klaren Brühen füge zusätzliches Wasser hinzu. Schmeckt die Suppe anschließen etwas fad, dann kannst du on deiner Gemüseeinlage noch mehr hinzugeben. Auf keinen Fall mit Salz arbeiten, denn das Sol ja neutralisiert werden.
Die Hauptspeise – hier ist Flexibilität gefragt
Ein festliches Hauptgericht besteht meist aus mehreren Komponenten. Hier ist das richtige Timing gefragt. Die Kartoffeln kochen in einem Topf und das Gemüse in einem anderen. Währenddessen brutzelt das Fleisch im Ofen und du bist mit dem Kopf schon bei der Nachspeise. Bei so viel Trubel kann es leicht passieren, dass etwas verkocht, anbrennt oder trocken wird. Doch keine Panik, sollte es mal so weit sein, dann gibt es ja immer noch unsere SOS-Tipps für die Hauptspeise:
Verkochtes Gemüse:
5 leckere Püree-VariationenDu hast zum Braten eine Gemüsebeilage geplant und wolltest mit dem perfekten Garpunkt bei deinen Gästen glänzen? Doch jetzt lag das Gemüse zu lange im heißen Wasser und ist alles andere als bissfest? Kein Grund gleich alles in die Tonne zu hauen, denn dein Gemüse ist in seinem Ist-Zustand vielleicht nicht mehr der Star auf dem Teller, es kann jedoch immer noch in eine schmackhafte Beilage verwandelt werden. Anstelle von knackigem Gemüse gibt es jetzt eben cremiges Püree. Ein Püree kannst du nämlich aus beinahe jedem Gemüse herstellen. Deinen Gästen wird das bestimmt nicht auffallen.
Zu trockenes Fleisch:
Es ist das passiert, wovor du dich am meisten gefürchtet hast – dein Fleisch ist zu trocken geraten. Doch auch hier gibt es Rettung in letzter Minute. Hast du zu deinem Gericht eine Soße geplant, dann weiche das Fleisch einfach darin ein und serviere es so. Falls es keine Soße gibt, dann ist auch nicht alles verloren. Abhilfe kann hier ein wenig Cognac schaffen. Einfach über den Braten gießen und das Ganze zehn weitere Minuten im Ofen garen lassen. Alternativ kannst du – sollte kein Cognac im Haus sein – auch dein Fleisch in Scheiben schneiden und diese mit einer 1:1 Mischung aus Brühe und Butter übergießen. Die Scheiben garst du dann für etwa 10 Minuten bei 120 Grad im Ofen. So wird das Fleisch im Nu wieder genießbar.
Leicht angebrannte Fischfilets:
Auch beim Fisch, kann es vor lauer Hektik schon einmal passieren, dass er etwas zu lange in der Pfanne brät. Das ist natürlich besonders ärgerlich, da so ein Fischfilet nicht gerade günstig ist. Hier gilt auf alle Fälle Ruhe bewahren und retten, was zu retten ist. Zunächst einmal solltest du zu dunkle oder schwarze Stellen wegschneiden. Danach folgt die Geschmacksprobe. Schmeckt der Fisch leicht verbrannt, dann kann ein Schuss Weißwein oder Zitronensaft wahre Wunder bewirken. Lege den Fisch unbedingt in eine neue Pfanne, übergieße ihn damit und lass die Flüssigkeit bei geringer Hitze einköcheln. Die Säure schafft es den verbrannten Geschmack zu neutralisieren. Jetzt kannst du entweder zu deinem Missgeschick stehen und den Fisch so servieren, oder aber du versteckst das Filet unter einer Panade aus gerösteten Semmelbröseln gemischt mit passenden Kräutern und keiner wird etwas bemerken.