Wenn Spargel und Rhabarber wieder in aller Munde sind, dann weiß man: Es ist Frühling! Von April bis Mitte Juli kann man Rhabarber überall in Deutschland
Wenn Spargel und Rhabarber wieder in aller Munde sind, dann weiß man: Es ist Frühling! Von April bis Mitte Juli kann man Rhabarber überall in Deutschland ernten und kaufen, auch bei uns in Franken. Durch seinen erfrischenden Geschmack ist er die ideale Zutat für Kuchen, Kompott und andere süße Speisen. Wir verraten euch alles rund um das Stangengemüse und wie ihr es zubereiten könnt! Darüber hinaus findet ihr bei uns natürlich auch viele leckere Rhabarber-Rezepte.
Ist Rhabarber eigentlich Obst oder Gemüse?
Gemüse des Monats Rhabarber? Ja, Rhabarber ist kein Obst, sondern gehört botanisch gesehen zum Gemüse, genauer zum Stangengemüse. In Supermärkten findet man ihn meistens neben dem Obst, weshalb viele davon ausgehen, dass es sich auch um ein Obst handelt. Auch die Zubereitung und der Geschmack des Rhabarbers sprechen eher für ein Obst. Während Rhabarber in den USA auch als Obst anerkannt ist, zählt er in Europa offiziell als ein Gemüse.
Rhabarber hat große, grüne Blätter und lange grünlich bis rote Blattstiele. Ihn zeichnet ein fruchtig-saurer Geschmack aus, der sich je nach Erntezeit und Farbe der Stiele unterscheiden kann. Von Mitte April bis Mitte Juni hat der Rhabarber in Deutschland Hochsaison. Umso früher er geerntet wird, desto milder und zarter schmeckt er in der Regel. Rhabarber wird nur bis Ende Juni geerntet, da der Oxalgehalt im Sommer zu hoch ist und die Pflanze Nährstoffe für den Winter sammeln muss.
Oxalsäure – ist Rhabarber giftig?
Rhabarber ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Er enthält wenige Kalorien, viele Ballaststoffe und Vitamine und fördert die Verdauung. Neben gesunden Inhaltsstoffen enthält das Stangengemüse aber auch viel Oxalsäure. Man kennt sie auch aus anderen Gemüsesorten, wie dem Mangold oder dem Spinat. In großen Mengen ist sie gesundheitsschädlich, weshalb ihr beim Rhabarber einige Dinge beachten solltet.
Um eine ernsthafte Vergiftung zu erleiden, müsste ein gesunder Mensch sehr große Mengen an Rhabarber essen. Besonders in den Blättern der Pflanze steckt viel Oxalsäure. Diese sollten also auf keinen Fall verzehrt werden. Ebenfalls nicht zum Verzehr geeignet, ist der rohe Rhabarber. Die enthaltene Oxalsäure entzieht dem Körper Calcium. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Rhabarber in Kombination mit calciumreichen Lebensmitteln, wie Milchprodukten zu essen. Durch den Garprozess während des Kochens oder Backens, wird der Gehalt an Oxalsäure zusätzlich reduziert. Menschen, die unter Nierenerkrankungen leiden oder einen stark empfindlichen Magen haben, sollten auf Rhabarber grundsätzlich verzichten oder nur in kleinen Mengen verzehren.
Bei richtiger Zubereitung ist Rhabarber für den gesunden Menschen jedoch vollkommen ungefährlich.
Rhabarber: Tipps für Einkauf und Lagerung
- Beim Einkauf sollte er knackig und fest sein. Sind die Schnittstellen noch leicht feucht, so ist er besonders frisch.
- Früh geernteter Rhabarber schmeckt milder und zarter.
- Rhabarbersorten mit roter Schale haben einen süßeren und Rhabarbersorten mit grüner Schale einen saureren Geschmack.
- Am besten in ein leicht feuchtes Geschirrtuch oder Küchentuch einwickeln und im Kühlschrank lagern. Niemals in Alufolie aufbewahren! Diese kann eine Verbindung mit der Oxalsäure eingehen.
- Im Kühlschrank hält er sich für 2-3 Tage. Deshalb: frisch zubereiten!
- Rhabarber kann man auch einfrieren. Dies sollte am besten direkt nach dem Kauf passieren. Rhabarber dafür wie folgt zubereiten und einfrieren.