Frische Hefe und Trockenhefe: Was ist der Unterschied?
Autor: Fränkische Rezepte
, Mittwoch, 01. April 2020
Wer schon einmal Brot selbst gebacken hat oder seinen Pizzateig selbst macht, der kennt mit Sicherheit einige der zahlreichen Mythen rund um die Hefe. Manche
Wer schon einmal Brot selbst gebacken hat oder seinen Pizzateig selbst macht, der kennt mit Sicherheit einige der zahlreichen Mythen rund um die Hefe. Manche schwören auf Trockenhefe, andere hingegen auf frische Hefe. Die Rezepte sind dabei genauso widersprüchlich: Bei der gleichen Menge Mehl, verwenden einige einen ganzen Hefewürfel und andere nur einen halben Hefewürfel.
Aus diesen Gründen sind viele verunsichert oder haben gar Angst vor dem Backen mit Hefe. Wir finden: Das muss nicht sein! Der Duft von frischem Gebäck, der sich langsam in deiner ganzen Wohnung verteilt, ist einfach nur himmlisch. Deshalb erfährst du bei uns, was Hefe überhaupt ist, ob es einen Unterschied zwischen Trockenhefe und frischer Hefe gibt und wie du wilde Hefe selber machen kannst.
Was ist Hefe?
Die Hefe beziehungsweise der Hefepilz ist ein einzelliger Organismus, der Zucker und Stärke in Kohlendioxid und Alkohol umwandelt. Durch diesen Prozess entstehen die bekannten Bläschen im Teig, die ihn aufgehen lassen und luftiger machen. Bereits in der Antike entdeckte man die nützliche Wirkung der Hefe für den Gärungsprozess und die Herstellung von Brot und Bier. Aber auch heute spielt die Hefe in Bäckereien und Brauereien noch eine wichtige Rolle. Auch wenn du zu Hause Brot, Hefezopf oder Pizza selber backen willst, führt kaum ein Weg an der Hefe vorbei.
Sowohl Trockenhefe als auch frische Hefe ist im Supermarktregal zu finden. Allerdings lässt sich Hefe mit drei Zutaten und ein wenig Geduld auch selbst herstellen, aber dazu weiter unten mehr.
Unterschied: Trockenhefe vs. frische Hefe
Trockenhefe und frische Hefe haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Beide haben denselben Hefestamm, nämlich die Bäcker- oder auch Bierhefe, und erfüllen die gleiche Funktion: Sie verwandeln Zucker in Kohlendioxid und lassen somit den Teig aufgehen.
Früher gab es Hefe nur in frischer Form. Doch durch den technologischen Fortschritt wurde aus der frischen Hefe die Trockenhefe. Dabei wird der frischen Hefe, die zu 70% aus Wasser besteht, die Flüssigkeit entzogen – sie wird also „getrocknet“. Trockenhefe ist länger haltbar und kann industriell einfacher und in größeren Mengen hergestellt werden.
Trockenhefe oder frische Hefe – Was ist besser zum Backen?
Da es sich bei Trockenhefe nur um getrocknete frische Hefe handelt, erfüllen beide ihre Aufgabe als Backtriebmittel. Ein wirklicher Unterschied im fertigen Brot oder Hefezopf ist kaum zu spüren. Daher ist es Geschmackssache oder hat praktische Gründe, ob man sich für trockene oder frische Hefe entscheidet.