Die Kulturlandschaft Streuobstwiese – Eintauchen ins Bilderbuch-Idyll
Autor: Fränkische Rezepte
, Donnerstag, 18. August 2022
Die Kulturlandschaft Streuobstwiese – Eintauchen ins Bilderbuch-Idyll
Wo hat der Wiedehopf Schmetterlinge im Bauch und wo summen Bienen und andere Insekten scheinbar besonders fröhlich umher? Wo ist die Natur noch in Ordnung und lädt zum Verweilen ein? Es sind die Streuobstwiesen, die nicht nur Tieren einen wertvollen Ort zum Wohlfühlen bieten. Auch auf Menschen haben die traditionellen Kulturlandschaften einen positiven Effekt. In diesem Artikel laden wir euch auf eine kulinarische Reise über die prächtigen Streuobstwiesen Bayerns ein.
Bildquelle: alp Bayern | Agentur für Lebensmittel – Produkte aus Bayern
Bäume verschiedenster Obstsorten wachsen einvernehmlich in unregelmäßigen Abständen. Die hohen Stämme lassen am Boden ausreichend Raum für Tiere aller Art – ebenso wie für Spaziergänger und Ausflügler, die Ruhe und Erdung suchen. Denn hier baumeln nicht nur Äpfel und Birnen, sondern auch die Seele.
Die Bilderbuch-Idylle ist bedroht
Ökologisch wertvolle Kulturlandschaften zählen heutzutage zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas. Sie stehen vielerorts der maschinengerechten Bewirtschaftung oder etwa Bauvorhaben im Wege. Zudem können ihre Eigentümer sie wegen aufwändiger Pflege oft nicht weiter am Leben erhalten. Heute gibt es nur noch knapp sechs Millionen Bäume, während es 1965 noch 20 Millionen waren. Je mehr das Bewusstsein für die Kulturlandschaft wächst, desto besser ist die Perspektive. Denn nur wer Streuobstwiesen kennt, weiß und lernt sie auch zu schätzen.
Wer der Streuobstwiese im wahrsten Sinne auf den Grund gehen möchte, findet in vielen Regionen Bayerns malerische Genusswanderwege, Erlebnis- und Lehrpfade. Ein entspannter Ausflug in die Natur lässt sich gerade im Spätsommer und Herbst mit einem Besuch eines regionalen Markts oder Fests verbinden. Im Folgenden sind einige Ideen aufgeführt, wo man die Seele besonders gut baumeln lassen kann.
Erfahre mehr über Streuobst in BayernObstparadies Walberla bei Forchheim
Im westlichsten Zipfel der fränkischen Schweiz thront das Walberla, der „Berg der Franken“. Mit markanten Felsformationen und sanften Hängen liegt es in einer abwechslungsreichen Landschaft, die von Kirsch-, Birnen- und Apfelbäumen geprägt ist. Rund um das Walberla liegt das größte geschlossene Süßkirschenanbaugebiet Europas. In diesem Streuobstparadies wachsen aber auch weniger bekannte Früchte wie Renekloden und Quitten. Eine Vielzahl an Wander- und Fahrradwegen führt durch die Kulturlandschaft, vorbei an Gasthäusern, Hofläden und Brennereien, wo das veredelte Streuobst aromatischen Genuss verspricht.