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Rauchen die Deutschen wirklich weniger? Neue Zahlen bedenklich


Autor: Agentur dpa, Redaktion

Deutschland, Montag, 26. Januar 2026

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zu den Rauchgewohnheiten der Deutschen veröffentlicht. Vor allem eine Zahl ist dabei interessant.
Rauchen die Deutschen wirklich weniger? Neue Zahlen bedenklich


Trotz Steuererhöhungen und Preissteigerungen: Die Menschen in Deutschland greifen häufiger zur E-Zigarette. Im vergangenen Jahr war noch von einem möglichen Verbot bestimmter Vapes die Rede.

Die Menge der versteuerten sogenannten Substitute für Tabakwaren wie Liquids für E-Zigaretten beziehungsweise Verdampfer stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr um 18,2 Prozent auf 1,5 Millionen Liter, wie das Statistische Bundesamt berichtet. 

E-Zigaretten boomen - klassischer Tabakkonsum stagniert

Die Zahl der in Deutschland versteuerten herkömmlichen Zigaretten nahm im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 0,2 Prozent auf 66,4 Milliarden Stück zu - anders als im langfristigen rückläufigen Trend.

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Noch im Jahr 1991, unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung, waren mehr als doppelt so viele Tabak-Zigaretten abgesetzt worden (146,5 Milliarden). Der jährliche Pro-Kopf-Konsum sank von damals 1.831 Stück auf nun 795. In der Steuerstatistik sind allerdings unversteuerte Schmuggelzigaretten naturgemäß nicht enthalten.

Rückläufig waren 2025 im Vorjahresvergleich die Mengen von versteuertem Tabak-Feinschnitt (minus 1,2 Prozent), Zigarren und Zigarillos (minus 6,6 Prozent) und Wasserpfeifentabak (minus 8,8 Prozent). Der Absatz klassischen Pfeifentabaks legte hingegen um 2,9 Prozent zu auf die Menge von 323 Tonnen.