Giftstoffe in Mandeln, Pfirsichen oder Bohnen - schon kleine Mengen können schädlich sein
Autor: Marina Kroeckel
Deutschland, Freitag, 14. Februar 2025
Pestizide in Lebensmitteln sind vielen bekannt. Doch es gibt auch natürliche Giftstoffe in vielen Lebensmitteln, die für unsere Gesundheit gefährlich werden können. Die Gefahren werden häufig unterschätzt.
- In welchen Lebensmitteln kommen Giftstoffe natürlichen Ursprungs vor?
- Giftstoffe in Mandeln, Pfirsichen oder Bohnen
- Giftstoffe in Gemüse
Pestizide in Lebensmitteln sind vielen bekannt. Doch es gibt auch Giftstoffe natürlichen Ursprungs, mit deren Hilfe Pflanzen Fressfeinde abwehren. Was sind das für Giftstoffe, in welchen Lebensmitteln finden sie sich und welche Menschen sollten vorsichtig sein?
In welchen Lebensmitteln kommen Giftstoffe natürlichen Ursprungs vor?
Pestizide in Lebensmitteln sind vielen bekannt. Doch es gibt auch Giftstoffe natürlichen Ursprungs. Dabei handelt es sich beispielsweise um chemische Verbindungen. Mit deren Hilfe wehren Pflanzen Fressfeinde – wie zum Beispiel Insekten oder Mikroorganismen – ab.
Vielen Menschen bekannt ist, dass Kartoffeln, Tomaten und roten Bohnen solche Stoffe enthalten. Auch Pilze, Rhabarber und Spinat enthalten Giftstoffe natürlichen Ursprungs, genauso wie Aprikosenkerne, Getreide, Mandeln und Muskat.
Nur knapp die Hälfte der Befragten des Bundesinstituts für Risikobewertung kennen pflanzliche Gifte überhaupt. Die Gesundheitsgefahren, die von solchen Substanzen ausgehen, werden unterschätzt. Währenddessen werden die Risiken synthetischen Ursprungs, beispielsweise durch Schwermetalle, häufiger überschätzt.
Giftstoffe in Mandeln, Pfirsichen oder Bohnen
Natürliche Giftstoffe sind beispielsweise Blausäure-Verbindungen wie Amygdalin. Diese finden sich vor allem in Bittermandeln und Aprikosen- sowie Pfirsichkernen. Bereits fünf bis zehn rohe Bittermandeln können für Kinder tödlich sein. Solch ein hoher Verzehr wird in der Regel durch den bitteren Geschmack vermieden.
Buchtipp: Der Ernährungskompass - Bestseller jetzt bei Amazon anschauenIn Bohnen findet sich beispielsweise Phasin. Dabei handelt es sich um Eiweißverbindungen, die die Pflanze vor Fressfeinden schützen sollen. Diese können bei unzureichender Zubereitung Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Schon kleine Mengen können gesundheitsschädlich sein, daher dürfen Bohnen nicht roh gegessen werden.