Fischstäbchen im Test: Schadstoffe bei Stiftung Warentest & Öko-Test
Autor: Klaus Heimann
Deutschland, Donnerstag, 05. März 2026
Fischstäbchen sind beliebt. Die Stiftung Warentest hat 19 von ihnen genauer unter die Lupe genommen. Öko-Test hat bei den veganen Produkten aus Weizen, Soja, Reis oder Gemüse genau hingeschaut. Schadstoffe sind offenbar ein Problem.
Ein- bis zweimal Fisch in der Woche – das ist für eine gesunde Ernährung optimal. Gerade Kinder mögen Fisch oft nur, wenn er ohne Gräten und mit knuspriger Panade ummantelt ist. Deshalb sind Fischstäbchen beliebt. Ob vegan oder mit echtem Fisch: Stiftung Warentest und Öko-Test schickten Proben ins Labor.
Welche veganen Produkte empfiehlt Öko-Test?
Öko-Test hat sich vegane Stäbchen auf Basis von Weizen, Soja, Reis oder Gemüse, also ohne Fisch, vorgenommen. "Wir kritisieren vor allem zugesetzte (natürliche) Aromen, enthaltene Fettschadstoffe und Keime sowie Mineralölbestandteile", schreibt das Test-Team in seinem Report.
Von den zwölf getesteten veganen Stäbchen kann Öko-Test zwei empfehlen. Noch am besten schnitt, die Iglo Green Cuisine 12 vegane Fischstäbchen (Preis pro 150 Gramm: 1,39 Euro) ab; ebenso die Kaufland Take it veggie Vegane Knusperstäbchen (Preis pro 150 Gramm: 1,73 Euro) von der Eigenmarke (Hersteller: Ponnath). Die Produkte erhielten als Gesamtnote jeweils "gut".
Das Resümee von Öko-Test fällt bescheiden aus: "Zahlreiche Produkte dieses Tests erscheinen inzwischen mit neuer Rezeptur oder sind wieder vom Markt verschwunden. Offenbar sucht die Produktkategorie noch nach ihrem festen Platz in den Sortimenten", heißt es im Report.
Legenden bei den Fischstäbchen
Kennst du den pazifischen Pollack? Nein, dann aber vielleicht den Alaska-Seelachs. Auch nicht. Fischstäbchen haben die meisten aber schon einmal gegessen. Der verarbeitete Fisch ist pazifischer Pollack oder Alaska-Seelachs. Etwa 40 Prozent des Alaska-Seelachs stammen aus der Region Alaska oder der östlichen Beringsee. Der Rest wird aus Russland beziehungsweise der westlichen Beringsee importiert.
Viele vermuten, dass in Fischstäbchen minderwertiger Fisch oder gar Fischabfälle verarbeitet sind. Das ist aber nicht richtig. In Fischstäbchen landen gute Filets von fangfrischen Fischen. Diese werden an Bord der großen Schiffe gleich entnommen und filetiert. "Das Filet wird zu großen Blöcken tiefgefroren, auch alles an Bord. Und diese Blöcke tiefgefrorener Fischfilets kommen dann zu uns nach Bremerhaven in die Fabrik", berichtet Ute Sievert von Iglo in Hamburg dem Deutschlandfunk.
Es gibt noch eine weitverbreitete Legende, zumindest bei kleinen Kindern. Sie glauben nämlich, dass es Fische im Stäbchenformat gibt. Drei von zehn Kindern in Deutschland glauben an die Existenz von "Fischstäbchenfischen", in der Altersgruppe bis einschließlich sechs Jahren sind es sogar 45,7 Prozent. Das ist das Ergebnis einer von Sea Life Deutschland in Auftrag gegebenen Studie des Marktforschungsinstituts mafo.de, das hierfür 1000 Mütter und deren Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren zu ihren Kenntnissen über die Unterwasserwelt befragte.