Konsum zu hoch: Experten warnen vor gefährlichem Kaffee-Trend
Autor: Elisabeth von Sydow
Deutschland, Freitag, 01. Mai 2026
Ernährungsmythos Salz im Kaffee: Der neue Kaffee-Trend soll für mehr Geschmack sorgen – jedoch zulasten der Gesundheit.
- Warum geben Menschen Salz in den Kaffee?
- Gibt es gesundheitliche Vorteile?
- Welche gesundheitlichen Risiken gibt es?
Du hast es den Social-Media-Trend vielleicht schon in deinen Feeds gesehen: Eine Prise Salz im Kaffee als neuer Kaffee-Trend, der die Bitterkeit mildern und den Geschmack aufwerten soll. Doch der Trend ist ein Ernährungsmythos, der sogar schädlich für die Gesundheit sein kann.
Warum geben Menschen Salz in den Kaffee?
Der Trend hat seine Wurzeln in traditionellen Küchen wie der türkischen oder indischen, wo Salz Bitterstoffe in Getränken oder Speisen abmildert. In den letzten Monaten hat sich der Trend viral auf Plattformen wie TikTok und Instagram verbreitet, oft als Ernährungstipp für den perfekten Kaffeegenuss präsentiert, um Kaffee süßer wirken zu lassen, ohne Zucker hinzuzufügen.
Viele Nutzer berichten zudem von einem angenehmeren Aroma, was den Hype antreibt. Ja, Salz beeinflusst den Geschmack durch eine Interaktion auf der Zunge: Es hemmt die Bitterrezeptoren, die durch Koffein aktiviert werden, und verstärkt dadurch süße oder aromatische Noten.
Chemisch gesehen blockiert Natriumionen die Signale der Bitterrezeptoren ans Gehirn, sodass der Kaffee weniger herb wirkt – eine Prise reicht oft aus, ohne dass es salzig schmeckt. Das Aroma und die Koffeinwirkung bleiben dabei unverändert, aber die Wahrnehmung von Säure und Süße kann ausgeglichener erscheinen.
Gibt es gesundheitliche Vorteile?
Befürworter nennen mögliche Effekte wie eine bessere Elektrolytbalance durch Natrium oder eine beruhigende Wirkung auf den Magen, was die Hydration unterstützen könnte.
In Maßen könnte es helfen, Zucker zu sparen, da der Kaffee süßer schmeckt – ein Plus für kalorienbewusste Trinker. Wissenschaftliche Belege für diese Vorteile fehlen jedoch weitgehend; sie basieren auf Anekdoten und nicht auf Studien.