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"Ein Ritual": Deutsches Bundesland hat jetzt schmackhaftes Kulturerbe


Autor: Agentur dpa

Saarbrücken, Mittwoch, 28. Januar 2026

Jeder in Deutschland macht es gern - die Saarländer haben es jetzt zum Kulturerbe erhoben: In Zukunft steht eine ganz besondere Art der Fleischzubereitung unter besonderem Schutz.
Wenn es im Saarland nach Rauch riecht, muss das kein Feueralarm sein - es kann auch der traditionelle Schwenker sein.


Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen: Im Saarland wird nicht nur gegrillt, sondern geschwenkt. Und zwar Schwenkbraten auf dem Schwenker (einem Dreibein-Grill) - von einer Person, die auch Schwenker heißt.

Jetzt hat es das Schwenken ins Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes im Saarland geschafft, wie das Kulturministerium in Saarbrücken nach der Entscheidung der Landesjury mitteilte.

"Lebensart" - "Schwenken" nun Kulturerbe im Saarland

"Wenig steht so sehr für die Lebensart in unserer Genussregion Saarland wie das Schwenken", teilte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) mit. 

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Die Kulturform des Schwenkens ist im Saarland tief verankert. Es ist bekannt, dass Saarländerinnen und Saarländer auch nicht nur im Sommer "schwenken", sondern bei jedem Wetter und zu allen Jahreszeiten - etwa auch an Neujahr.

Markus Reiter, der Erbauer des größten Schwenkers aller Zeiten: "Das Schwenken gehört für mich untrennbar zum Saarland. Es ist ein Ritual, bei dem es nicht nur um das Essen geht, sondern um Zeit miteinander, um Austausch und Gemeinschaft."