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Der Darm-Changer: Warum du Kombucha selber ansetzen solltest


Autor: Tamara Schneider

Deutschland, Samstag, 21. Februar 2026

Wer seiner Darmflora etwas Gutes tun will, setzt häufig auf Kombucha - am besten selbstgemacht. Wie du das Getränk selbst fermentierst, erfährst du hier.
Kombucha lässt sich zu Hause ganz einfach selbst herstellen.


Kombucha - sicherlich hast du von diesem populären, fermentierten Getränk schon einmal etwas gehört. Foodinfluencer feiern es, gesundheitsbewusste Menschen empfehlen es. Doch was steckt wirklich hinter dem Trend? Warum wird dir Kombucha von der gesundheitsbewussten Arbeitskollegin empfohlen und lohnt es sich, Kombucha selbst zu brauen statt ihn fertig zu kaufen? Wir beleuchten die Grundlagen und die möglichen Vorteile für die Darmgesundheit. 

Teegetränk aus Asien: So wirkt Kombucha

Kombucha ist ein fermentiertes Teegetränk aus Asien, das aus gesüßtem Schwarz- oder Grüntee und einer Symbiose aus Bakterien und Hefen entsteht. Während der Fermentation wandeln diese Mikroorganismen die Zucker im Getränk um in organische Säuren, Kohlendioxid und auch eine geringe Menge Alkohol. Es entsteht ein leicht sprudelndes, säuerliches Getränk.

Kombucha wirkt vor allem auf deine Darmflora durch die Stoffwechselprodukte und die lebenden Kulturen, die bei der Fermentation entstehen. Fermentierte Nahrungsmittel allgemein werden häufig mit positiven Effekten auf die Verdauung und Darmbalance in Verbindung gebracht. Denn sie enthalten Enzyme, organische Säuren und lebende Mikroorganismen. 

In Deutschland gilt Kombucha nicht als heilendes Getränk oder sogar als Heilmittel. Wissenschaftliche Nachweise für viele der gesundheitlichen Effekte sind bislang nicht eindeutig belegt. In Deutschland darf Kombucha daher rechtlich nicht mit dem Versprechen einer heilenden Wirkung beworben werden, da dafür keine gesicherten Wirknachweise vorliegen.

Gut für den Bauch: Kombucha und Darmgesundheit

Kombucha gehört zu den fermentierten Lebensmitteln. Diese können generell zur Vielfalt und Balance der Mikrobiota in deinem Darm beitragen, also der Balance von Darmbakterien. Fermentierte Lebensmittel liefern wertvolle Mikroorganismen und Stoffwechselprodukte. Diese können die Verdauung unterstützen und das Milieu im Darm positiv beeinflussen.

Kombucha enthält verschiedene organische Säuren, B-Vitamine und Polyphenole aus dem Tee, die antioxidativ wirken können. Die im Kombucha entstehenden Mikroorganismen sind ähnlich dem natürlichen Darmmilieu und können die Darmbalance unterstützen. Das gilt insbesondere für selbst hergestellte Kombucha-Getränke, bei denen die lebenden Kulturen erhalten bleiben.

Regelmäßiger Verzehr kann Veränderungen der Darmmikrobiota hervorrufen und dort positive Bakterien ansiedeln. Dies kann auf Verdauung und Stoffwechsel ebenso positiv wirken. Wichtig zu wissen ist allerdings: Kombucha ist kein Wundermittel. Seine Effekte sind moderat und individuell unterschiedlich. Kombucha kann Teil einer gesunden Ernährungsweise sein, ersetzt aber keine medizinische Behandlung oder eine ausgewogene Ernährung.

Zu Hause gemacht: So setzt du Kombucha selbst an

Jun-Tee gilt als Champagner unter den Kombucha-Getränken. Für deinen selbstgemachten Jun-Kombucha benötigst du gefiltertes Wasser, rohen Honig und grünen Tee als Basis. Zusätzlich brauchst du eine Starterkultur, also eine lebende Mischung aus Mikroorganismen, die den Fermentationsprozess in Gang setzt, sowie etwas Kombucha-Starterflüssigkeit. Für etwa drei Liter Ansatz brauchst du ca. 3 Liter Wasser, 240 Milliliter rohen Honig und 24 Gramm grünen Tee. 

Erhitze zunächst das gefilterte Wasser auf etwa 74 Grad Celsius, damit die wertvollen Aromen und Inhaltsstoffe des Grüntees erhalten bleiben. Gib den grünen Tee in das heiße Wasser und lasse ihn bis zu 20 Minuten ziehen. Danach rührst du den Honig in den Tee ein. Erst wenn der Tee auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, kannst du die Jun-Kultur hinzufügen. Fülle die abgekühlte Flüssigkeit dazu in ein sauberes Glasgefäß.

Decke anschließend das Glasgefäß mit einem sauberen Tuch ab und fixiere es mit einem Gummiband, damit Luft, aber keine Verunreinigungen hinein gelangen können. Stelle das Gefäß an einen kühlen, dunklen Ort, damit die Fermentation beginnen kann. Nach etwa drei Tagen kannst du die Flüssigkeit in eine Glasflasche umfüllen und diese erneut für ca. zwei Tage stehen lassen, damit sich Geschmack und leichte Kohlensäure weiter entwickeln. Danach ist dein selbstgemachter Kombucha fertig und kann im Kühlschrank aufbewahrt werden.