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Chefköche raten ab: Fünf Gerichte solltest du im Restaurant nicht bestellen


Autor: Elisabeth von Sydow

Deutschland, Montag, 27. April 2026

Gerichte im Restaurant gibt es viele – und mit unseren Restaurant-Tipps weißt du, was du im Restaurant besser nicht bestellen solltest. Darunter sind auch beliebte Klassiker.
Pasta-Gerichte im Restaurant – lohnt sich die Bestellung?


Mit Gerichten im Restaurant möchten sich viele Gäste verwöhnen lassen – weil man sie zu Hause nicht zubereiten kann oder sie dort einfach besser schmecken. Doch laut erfahrenen Köchen gibt es Speisen, die du im Restaurant nicht bestellen solltest – auch wenn sie noch so angepriesen oder schön präsentiert werden. Wichtiger ist es, auf die Qualität der Restaurantgerichte zu achten.

Warum sollte ich bestimmte Speisen im Restaurant nicht bestellen?

Ein Restaurantbesuch soll Genuss bieten – doch nicht jedes Gericht rechtfertigt seinen Preis. Im Gegenteil: Es gibt zahlreiche schlechte Gerichte in einem Restaurant. Wer hinschaut, gezielt nachfragt und sich an frisch zubereitete saisonale Speisen hält, macht meist die bessere kulinarische Erfahrung. Qualität erkennt man weniger an der Karte als an der Transparenz und Leidenschaft des Küchenteams.

Ein typisches Gericht, das du im Restaurant nicht bestellen solltest, ist Steak. Ein perfekt gebratenes Steak ist ein Highlight – zumindest wenn Qualität und Zubereitung stimmen. Doch viele Restaurants verwenden Fleisch, das zwar optisch überzeugt, aber nicht ausreichend gereift ist oder aus Massenproduktion stammt. Dazu kommen häufig hohe Preise im Verhältnis zur Fleischqualität.

Ein weiterer Punkt: Steaks werden oft auf stark frequentierten Grillplatten zubereitet, wo sich Geschmacksreste und Fett anlagern. Wer ein wirklich gutes Stück Fleisch genießen möchte, sollte daher auf Herkunft, Reifezeit und Gargrad achten – oder das Steakhaus anhand von Restaurant-Empfehlungen sorgfältig auswählen.

Was spricht gegen Pasta im Restaurant?

Pastagerichte gehören zu den beliebtesten Bestellungen, bieten aber in vielen Restaurants kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nudeln sind günstig in der Herstellung, die Zutaten einfach und schnell zubereitet.

Dennoch werden Pastagerichte oft mit hohen Preisen angesetzt – vor allem, wenn sie mit wenigen, aber dekorativ angerichteten Zutaten serviert werden. Besonders in die Höhe schnellt der Preis, wenn Fisch, Meeresfrüchte oder Filetstreifen vom Rind beziehungsweise Schwein zum Gericht dazugehören.

Hinzu kommt, dass in vielen Restaurants die Speisen vorgekocht und nur kurz aufgewärmt werden. Somit gehören Nudelgerichte zu den häufigsten Restaurant-Fehlgriffen. Wer authentische Pastaküche erleben möchte, sollte nach handgemachter Pasta oder frisch zubereiteten Soßen fragen – oder lieber beim Italiener seines Vertrauens essen.

Warum lohnt sich Fisch oft nicht?

Fisch gilt als gesunde Wahl, wird im Restaurant jedoch oft zu einem teuren Risiko. Viele Küchen greifen nicht auf frische Ware, sondern auf tiefgekühlten Fisch zurück, der beim Braten leicht austrocknet oder seinen Eigengeschmack verliert.

Besonders bei Fischarten wie Lachs oder Zander kommt das häufig vor. Fangfrischen Fisch gibt es hingegen nur direkt am Meer oder in der Nähe von Zuchtteichen, zum Beispiel in Karpfenregionen wie Mittelfranken.

Auch die Lagerung ist ein wichtiger Punkt: Wenn Kühlketten unterbrochen werden, lässt die Qualität schnell nach. Gäste erkennen frischen Fisch an einem dezenten Geruch, festem Fleisch und transparenter Soße – allzu starke Gewürze oder Zitrone können dagegen ein Zeichen für mangelnde Frische sein.

Warum ist das Tagesgericht nicht immer ein Geheimtipp?

Das Tagesgericht wird häufig besonders intensiv beworben und gilt oftmals als gute Speisenwahl im Restaurant. Oft gilt es als frisch, da es dieses Gericht ja nur an diesem Tag gibt, und zum Teil sogar als Preisschnäppchen. Doch hier lauert eine weitere Restaurantfalle.

Auch wenn das Tagesgericht meist nach einem guten Angebot klingt, kann es auch ein Hinweis darauf sein, dass Zutaten aufgebraucht werden sollen. Viele Köche verraten auf Nachfrage offen, dass hier oft überschüssige Ware aus der Woche verwendet wird – selbstverständlich technisch einwandfrei, aber geschmacklich nicht immer herausragend.

Wenn du unsicher bist, frag nach, ob das Tagesgericht frisch vorbereitet wurde oder ob es aus Restbeständen besteht. Transparente Antworten und eine ehrliche Präsentation sprechen für ein gutes Restaurant. Sonst gilt eher, dieses Essen im Restaurant zu vermeiden.

Weshalb ist das Dessert selten sein Geld wert?

Wer kennt das nicht: Nach dem Hauptgericht ist noch Platz für eine leckere Nachspeise. Klassiker wie Apfelstrudel, Schoko-Mousse oder Tiramisu sind auf vielen Restaurantkarten zu finden.

Aber: Süßspeisen sind nicht überall hausgemacht. Viele Restaurants greifen auf Fertigprodukte zurück, die im Tiefkühlfach gelagert und nur dekorativ angerichtet werden. Besonders Tiramisu, Crème brûlée oder Schokoladenküchlein stammen oft aus industrieller Produktion. Dafür wird preislich oft zugelangt. Zwischen sechs und zehn Euro darfst du für so ein Dessert schon mal bezahlen.

Wenn du Wert auf Qualität legst, lohnt es sich, nach hausgemachten Desserts zu fragen. Alternativ kann auch eine frische Käseplatte oder ein Espresso den Abend auf authentische Weise abrunden.