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Burger ohne zu kleckern essen - mit dem geheimen Japan-Griff


Autor: Julian Drescher

Deutschland, Dienstag, 24. März 2026

Burger essen und dabei kleckern? Nicht nur beim ersten Date unangenehm. Japanische Wissenschaftler haben die Lösung - und die ist verblüffend einfach.
Daumen unten, Finger oben - der Japan-Griff hält den Burger zusammen.


Ein saftiger Burger gehört für viele zum absoluten Lieblingsessen. Knuspriges Bun, saftiges Patty, eine großzügige Portion Ketchup und Mayo - klingt verlockend. Doch wer kennt es nicht: Der erste Biss sitzt noch, beim zweiten rutscht der halbe Belag nach hinten raus, und spätestens beim dritten hat man mehr Soße auf den Händen als im Burger.

Das Problem ist so alltäglich, dass manche Burgerlokale Handwaschbecken in unmittelbarer Nähe installieren - weil Kleckern beim Burger essen schlicht Normalzustand ist. Doch das muss nicht so sein. Japanische Wissenschaftler haben sich des Problems angenommen und dabei eine Lösung entwickelt, die so simpel wie wirkungsvoll ist: den sogenannten Japan-Griff.

 Der Japan-Griff: So hältst du deinen Burger richtig

Den Japan-Griff entwickelten laut Daily Mail drei japanische Wissenschaftler aus den Fachbereichen Strömungsmechanik, Ingenieurwesen und Zahnmedizin – und zwar im Rahmen der japanischen Fernsehshow "Honmadekka!?", in der Forscher alltagsnahe Fragestellungen unter die Lupe nehmen. Das Ziel der viermonatigen Untersuchung: herausfinden, wie man einen Burger in den Händen halten kann, ohne dass Belag und Soße nach allen Seiten fliegen. Die bekannte Kochbuchautorin Kiano Moju zeigt in einem Instagram-Reel, wie es geht: 

  1. Nimm den Burger mit beiden Händen.
  2. Der Boden des Burgers wird dabei von deinen beiden Daumen sowie deinen beiden kleinen Fingern gehalten.
  3. Die restlichen Finger liegen oben auf dem Brötchen auf - gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt.

Wichtig dabei: Nur die Fingerkuppen liegen auf dem Bun auf, die Fingernägel zeigen also waagerecht zum Burger. Mit den Ringfingern kannst du zusätzlich eine Art Sperre für das Patty bilden - vorausgesetzt, deine Hände sind groß genug. Und: Drücke nur leicht. Der Burger sollte nicht zu stark zusammengequetscht werden, sonst landet trotzdem alles auf dem Tisch.

Die japanischen Forscher empfehlen außerdem, die Kaumuskulatur vor dem Essen kurz aufzuwärmen - um Krämpfen vorzubeugen. Beilagen wie Pommes sollten demnach erst nach dem Burger gegessen werden, damit der Fokus vollständig auf dem richtigen Griff liegt.

Noch ein Trick: Dreh den Burger einfach um

Wer noch einen drauflegen möchte, kann den Japan-Griff mit einem zweiten Lifehack kombinieren: Dreh deinen Burger vor dem Essen einfach um, wie es auch Autorin Moju macht. Was zunächst seltsam klingt, hat gleich mehrere Vorteile. Die Oberseite des Buns ist dicker als der Boden und weicht deshalb deutlich langsamer durch - liegt sie unten, bleibt der Burger stabiler in der Hand. Außerdem verteilt sich der Druck, den deine Finger von oben ausüben, durch das festere Patty gleichmäßiger auf den gesamten Burgerinhalt. Das hält alles besser zusammen.
 

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Dazu kommt ein geschmacklicher Effekt: Die Geschmacksnerven sitzen auf der Zunge. Liegt das Fleisch und der Belag durch das Umdrehen näher an der Zunge, kommen die einzelnen Zutaten intensiver zur Geltung - der Burger soll dadurch runder und voller schmecken. Und ein weiterer, ganz praktischer Punkt: Du verbrennst dir am heißen Käse nicht den Gaumen.

Wer auf der Suche nach spannenden Burger-Varianten ist, wird übrigens auch in Franken fündig: Ein Rezept für den Franken-Burger vereint butterreiches Fleisch mit knackigem Kraut – eine echte regionale Interpretation des Klassikers. Derweil ist ein Kinderarzt wegen einer Werbung stinksauer auf den Burger-Giganten McDonald's.
 
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