Bananen meist nicht vegetarisch - viele Kunden ahnungslos
Autor: Patricia Schlösser-Christ
Deutschland, Montag, 18. August 2025
Rinderfett auf Bananen ist inzwischen gang und gäbe, denn viele Nicht-Bio-Bananen werden mit tierischen Stoffen behandelt. Bio-Bananen stellen eine tierfreie Alternative dar.
Bananen werden in der Regel als vegane Lebensmittel betrachtet. Diese Annahme ist jedoch nicht immer zutreffend. Viele konventionelle Bananen werden mit tierischen Stoffen wie etwa Rinderfett oder Chitosan behandelt, was sie für Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, problematisch macht. Deshalb empfiehlt es sich, auf Bio-Bananen zurückzugreifen.
Bananenschalen werden oft mit Rinderfett behandelt. Alternativ wird laut "Öko-Test" das Spritzmittel Chitosan genutzt, ein chitinhaltiges Pflanzenschutzmittel.
Rindertalg oder Chitin auf Bananen - das steckt dahinter
Das Problem dabei: Beide Substanzen sind nicht pflanzlichen Ursprungs. Rinderfett, auch bekannt als Rindertalg, wird durch das Ausschmelzen von Fettgewebe des Rindes gewonnen. Das für Chitosan verwendete Chitin stammt hingegen aus den Schalen von Garnelen.
Warum kommen tierische Stoffe wie Rinderfett oder Chitin bei veganen Bananen zur Anwendung? Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Diese Stoffe schützen die Bananen vor einem möglichen Insektenbefall und verlängern zudem ihre Haltbarkeit während langer Transportwege.
Bei konventionellen Bananen sind Inhaltsstoffe wie Chitosan demnach nicht ausgeschlossen. Zwar ist das Fruchtfleisch weiterhin vegan, aber durch die Behandlung der Schale mit tierischen Stoffen stellen konventionelle Bananen für Personen, die konsequent vegetarisch oder vegan leben, dennoch ein Problem dar.
Warum sind Bio-Bananen die bessere Wahl?
Ob Bananen mit Chitosan gespritzt wurden, bleibt oft unklar. Eine solche Kennzeichnung ist nicht vorgeschrieben. Gleiches gilt für Rinderfett. Bananen können demnach tierische Bestandteile enthalten, ohne dass dies für den Konsumenten ersichtlich ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du zu Bio-Bananen greifen. Bei Bio-Produkten ist der Einsatz von Chitosan und ähnlichen Substanzen nicht erlaubt.
Buchtipp: Der Ernährungskompass - Bestseller jetzt bei Amazon anschauenIm ökologischen Landbau gibt es generell strenge Vorschriften. Auf künstlichen Dünger und Pflanzenschutzmittel wird verzichtet. Biologische Produkte sind zudem nicht gentechnisch verändert. Ein weiterer Vorteil von Bio-Bananen: Bio-Felder können länger genutzt werden. Bio-Bananen stellen somit eine tierfreie und umweltfreundlichere Alternative zu Bananen aus konventionellem Anbau dar. Durch den Griff zu Bio-Bananen unterstützt du den nachhaltigen Anbau und tust der Umwelt etwas Gutes.